Von der U19 zur Ersten: Christian Höfer wird Co-Trainer

Treue. Liebe. Tradition.

Als im März der sportliche Leiter des KFC, Benjamin Skalnik, Christian Höfer als neuen Trainer der U19 installierte, stand diese in der Niederrheinliga auf einem Abstiegsplatz. Skalniks Hoffnung: Durch den neuen Impuls sollte Höfer mit der Mannschaft die Qualifiaktionsrunde erreichen, um dort den Klassenerhalt zu schaffen. Das Vorhaben ging auf: Mit einem 2:2 beim SC Velbert sicherte sich das Team am letzten Spieltag der Quali-Gruppe Platz eins und blieb damit in der Liga.

Schon vorher war klar: Christian Höfer wird im Anschluss als Co-Trainer der Oberliga-Mannschaft weitermachen. „Ich habe mich während meiner Zeit als U19-Trainer sehr gut mit Julian Stöhr verstanden. Wir waren regelmäßig im Austausch, auch weil es darum ging, welche Spieler kurzfristig für einige Trainingseinheiten oder Spiele in Frage kommen. Das hat richtig gut gematcht“, schildert der 34-Jährige. „Die Zeit mit der U19 war sehr intensiv und anstrengend. Eigentlich war auch klar, dass es dabei bleibt. Aber gleichzeitig hat es bei mir wieder eine Lust geweckt, die ich schon länger nicht mehr gespürt habe.“

„Ich habe wieder Bock!“

Seit Corona hatte er kein Trainer-Amt mehr inne, seinen Posten als Coach bei Germania Ratingen II legte er mit dem vorzeitigen Ende im Frühjahr 2020 nieder. Zuvor war der IT-Leiter eines Autohauses im Jugendbereich diverser Düsseldorfer Clubs und beim 1.FC Wülfrath in verschiedenen Positionen tätig. Jetzt aber war und ist er wieder „on fire“: „Das wird bei der Ersten bestimmt nicht weniger anstrengend, aber ich habe wieder Bock“, sagt der B-Lizenz-Inhaber. „Wir haben ein Ziel und können hier etwas bewegen. Ich freue mich, diesen Weg mitzugehen. Das Verhältnis zu Julian ist super, auch mit Ioannis harmoniere ich sehr gut.“ Logisch, dass auch Stöhr der gemeinsamen Zeit hoffnungsvoll entgegen blickt: „Als die Idee aufkam, war ich sofort davon überzeugt, dass es gut werden kann. Wir werden mit ihm und Ionannis ein gutes Trainer-Gespann bilden.“

Höfer trifft auf alte bzw. junge Bekannte

Mit Andrey VoroninKaan Kocak und Mustafa Doganci wird Christian Höfer dann wieder zusammenarbeiten. Die drei U19-Spieler haben den Sprung von der KFC-Jugend in die Oberliga-Mannschaft geschafft und werden dort zum festen Inventar gehören. Hinzu kommen weitere junge Spieler, die in ihr erstes Seniorenjahr gehen. „Die Jungs werden sich beweisen müssen, weil sie nichts geschenkt bekommen. Aber sie können hart arbeiten, das weiß ich. Ich bin froh, sie zu begleiten und ihnen eine Hilfe zu sein.“

KFC arbeitet am Unterbau

Damit es mit der U19 in der Niederrheinliga weiter nach oben geht, wurde Kai Schwertfeger geholt. Der 37-Jährige war zuletzt Co-Trainer der U17 von Fortuna Düsseldorf. Ausgestattet mit der A-Lizenz soll er den von Höfer eingschlagenen, positiven Weg fortsetzen und weitere Spieler formen, die dann in die Erste aufsteigen werden. Es ist nicht die einzige Stellschraube, die der KFC im Jugendbereich gedreht hat: So kommt mit Christian Oh auch ein neuer Trainer für die U17. Er, Höfer und Schwertfeger werden eng mit Tino Reucher zusammenarbeiten. Der 53-Jährige wird neben seinem Job als Trainer der Zwooten auch den Perspektiv-Kader betreuen, in dem junge Spieler der Ersten, der U19 und der U17 wöchentlich gemeinsamen trainieren und auch Spiele absolvieren werden.

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