40 Jahre „Das Wunder von der Grotenburg“ – das wollten sich über 400 Fans, Freunde und Unterstützer des KFC Uerdingen nicht entgehen lassen. Es war ein toller Abend im VW-Zentrum von Tölke und Fischer, der noch lange nachwirken wird. Unter den Besuchern war ein Großteil der Uerdinger Mannschaft, die vor vier Jahrzehnten ein 1:3 im eigenen Stadion in ein 7:3 verwandelte und damit das 0:2 aus dem Hinspiel egalisierte. Neben einigen Fans aus Dresden waren aus dem Dynamo-Team von damals Jens Ramme und Atze Döschner anwesend. Und dann war da noch der Überraschungsgast des Abends: Rolf Töpperwien.
„Töppi“ war es vorbehalten, per Video-Schalte den in Marbella weilenden Kalli Feldkamp zu interviewen: Ein „Schmaus“ für Ohren und Augen. Zuvor hatte Rüdiger Höfken Teile seines Theaterstückes über das 7:3 präsentiert und damit den Abend eingeläutet.
Ehrung durch Oberbürgermeister Frank Meyer
Nach einer Schweigeminute für die verstorbenen Spieler beider Mannschaften gab es eine Ehrung, vorgenommen durch den Oberbürgermeister der Stadt Krefeld, Frank Meyer. Auch er erinnerte sich noch einmal an jenen Abend des 19. März 1986. „Ihr seid die Helden meiner Jugend“, sagte Meyer zu den Spieler gewandt.
In mehreren Talkrunden ging es dann natürlich um das Spiel: Um die 90 Minuten, aber auch um das davor und das danach. Eindrucksvoll und bewegt schilderte Jens Ramme, wie seine Zeit in Dresden nach dem 3:7 aus seiner Sicht verlaufen ist. „Für mich als jungen Spieler war das nicht schön.“ Der 40-malige Nationalspieler Atze Döschner erinnerte zwar an die zum Teil doch recht ruppige Spielweise der Uerdinger, wollte dies aber nicht als Ausrede gelten lassen. „Wir konnten trotz zahlreicher erfahrener Spieler diesen Rausch nicht aufhalten, in den sich Bayer in der zweiten Halbzeit spielte. Man muss auch sagen, dass wir keine große Hilfe für Jens waren. Er konnte am aller wenigsten für die Niederlage.“ Beide Dresdner erhielten Standing Ovations.
Und dann flimmerte das Spiel über die Leinwand – auch wenn es mit Sicherheit ein Großteil des Publikums schon etliche Mal gesehen hatte. Noch lange nach dem Abpfiff saßen die Besucher noch zusammen, diskutierten über Szenen des Spiel und erinnerten sich an das „damals“. Am Ende waren sich alle sicher, einen sehr schönen Abend erlebt zu haben.
Vorangegangen war dem Abend ein Cometogether im Forsthaus, wo sich Spieler, Begleitungen und Verantwortliche des KFC zum Mittagessen trafen.


