Der KFC Uerdingen hat erneut die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft gewonnen. Mit einem 1:0-Finalsieg gegen den Ausrichter KTSV Preussen Krefeld gelang die angestrebte Titelverteidigung. Geschenkt wurde dem KFC wie auch am Vortag jedoch nichts – jeder Gegner wollte gegen den Oberligisten für eine Überraschung sorgen, entsprechend engagiert wurde um jeden Ball gekämpft. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung spielte sich Blau-Rot mit blütenweißer Weste durch die Gruppenphase der Endrunde und schließlich auch durch die KO-Spiele. Bezahlt wurde der Turniersieg teuer: Schon am Samstag musste Etienne Reck verletzt den Dienst quittieren, am Sonntag traf es im Verlauf des Turniers dann Derik Gyamfi. Physio Salvatore Petito war darüber hinaus ein häufig frequentierte Mann während des Turniers.
5:1 gegen den VfR Fischeln
Im ersten Gruppenspiel setzte sich die von Botan Melik und Derrek Lesley gecoachte Mannschaft souverän mit 5:1 gegen Bezirksligist VfR Fischeln durch. Mohamed Yassin Benslaiman Benktib (2.) und Pierre Rogasik (3., 4.) stellten früh klar, wer den Platz als Sieger verlassen würde. Fischeln verkürzte zwar, ein Eigentor (7.) und ein Treffer von Derik Gyamfi (10.) führten schließlich aber zum deutlichen Endstand im Auftakt-Spiel.
4:2 gegen offensiv starken CSV Marathon
Gegen den CSV Marathon sprang dann ein 4:2-Sieg heraus. Benktib sorgte in der ersten Minute für die frühe Führung, die der Bezirksligist wenige Sekunden später zunächst egalisierte und dann gar mit 2:1 in Führung ging. Den längeren Atem hatte jedoch der KFC, der durch Rogasik eine Zeigerumdrehung vor dem Schlusspfiff ausglich. Ein Doppelschlag in der Schlussminute von Anthony Oscasindas und Gyamfi sorgte für den nächsten Dreier.
Altinbas eröffnet späten Torreigen
Im dritten Gruppenspiel wartete die Überraschungsmannschaft der Vorrunde auf den KFC. Die Reserve von Hellas Krefeld hatte am Samstag mit mutigen Fußball für Furore gesorgt. Zwar konnte der B-Ligist die Partie lange offen gestalten, doch Mo Altinbas (10.), Alex Lipinski (12.) und Benktib (12.) trafen spät gegen die Griechen, die mit dem Schlusspfiff noch Ergebniskosmetik betrieben.
Kalonji erlegt den Ausrichter
Das vierte Gruppenspiel gegen Preussen Krefeld ähnelte stark dem Match gegen Marathon: Der KFC ging durch Kaan Kocak (5.) in Führung, Preussen stellte durch zwei Treffer aber auf 2:1. Dank zweier Tore durch Ephraim Kalonji (9., 12.) verließ der KFC zum vierten Mal in Folge das Parkett der Glockenspitzhalle als Sieger.
Doganci sorgt für die Entscheidung
Im Viertelfinale gegen den TSV Bockum war Kalonji erneute doppelt erfolgreich (2., 7.), ehe Benktib per Neunmeter auf 3:0 (9.) erhöhte. Die Ellipse vom Prozessionsweg dachte aber keineswegs daran, das Spiel abzuschenken und kam kurz vor dem Ende noch einmal gefährlich heran. Als Mustafa Doganci in der zwölften Minute das 4:2 erzielte, war der Drops endgültig gelutscht.
Nervenstark vom Punkt
Im Halbfinale wartete dann wieder der CSV Marathon auf den KFC, der sich nach Treffern von Benktib (5.) und Rogasik (9.) schon auf der Gewinner-Straße wähnte. Die Schwarz-Gelben von der Edelstahlkampfbahn steckten jedoch nicht auf und verkürzten wenig später. Nur Sekunden vor dem Abpfiff fiel sogar das 2:2, die Partie ging ins Neunmeterschießen – mit dem besseren Ende für den KFC. Beim CSV flatterten die Nerven, zwei Versuche fanden nicht den Weg ins Tor, während jedoch alle KFC-Schützen trafen.
Knappes Finale gegen den KTSV
Im Finale kam es dann zum erneuten Aufeinandertreffen mit den Preussen, die sich ob des Verlaufs des Turniers zufrieden zeigen durften: Über 2100 Zuschauer waren an den Spieltagen in die Glockenspitzhalle geströmt und hatten an den Imbiss- und Getränkeständen für reißenden Absatz gesorgt. Dazu zeigte sich der KTSV in Sachen Organisation bestens aufgestellt: Ein perfekter Auftakt in das Krefelder Sportjahr.
Nach fünf gespielten Minuten konnten die zahlreichen KFC-Fans über die Führung durch Benktib jubeln, die in der Folge durchaus hätte ausgebaut werden können. Irgendwie fand die Kugel trotz zahlreicher Chancen jedoch nicht mehr den Weg ins Tor der Rothosen, die Sekunden vor dem Ende fast gejubelt hätten. Der Ball prallte aber vom Pfosten zurück ins Spiel, es blieb beim 1:0.


