Später Wagner-Treffer reicht nicht – KFC Uerdingen unterliegt Velbert mit 1:2

Treue. Liebe. Tradition.

Der KFC Uerdingen hat sein Heimspiel gegen die SSVg Velbert mit 1:2 verloren. Vor 2056 Zuschauern im Grotenburg-Stadion tat sich die Mannschaft von Interimstrainer Christian Höfer über weite Strecken schwer, gefährliche Offensivaktionen zu entwickeln. Oguzhan Büyükarslan und Robin Hilger brachten die Gäste in Führung, ehe Wladimir Wagner den KFC in der Schlussphase noch einmal heranbrachte.

Die Partie begann zunächst ausgeglichen. In den ersten Minuten spielte sich das Geschehen überwiegend im Mittelfeld ab, wobei beide Mannschaften intensiv in die Zweikämpfe gingen. Die erste potenziell gefährliche Aktion gehörte Velbert, wurde aufgrund einer Abseitsstellung jedoch zurückgepfiffen. Auf der anderen Seite kam der KFC nach knapp einer Viertelstunde zu seinen ersten beiden Eckbällen, ohne daraus echte Torgefahr entwickeln zu können.

Mit zunehmender Spieldauer übernahm Velbert etwas mehr die Kontrolle und verbrachte mehr Zeit in der Uerdinger Hälfte. Der KFC verteidigte zunächst kompakt, leistete sich im Spielaufbau allerdings einige Ungenauigkeiten. Eine solche Unachtsamkeit sorgte Mitte der ersten Halbzeit auch erstmals für Gefahr im eigenen Strafraum, konnte von der Uerdinger Defensive aber noch bereinigt werden.

Die erste nennenswerte Gelegenheit der Gastgeber folgte nach gut einer halben Stunde. Alexander Lipinski kombinierte sich per Doppelpass mit Wladimir Wagner in den Velberter Strafraum, sein flacher Abschluss geriet jedoch zu zentral und stellte Gästekeeper Luis Plath vor keine größeren Probleme.

Kurz vor der Pause erhöhte Velbert den Druck. In der 43. Minute lief Oguzhan Büyükarslan bereits alleine auf Jonas Holzum zu, doch der Uerdinger Torhüter entschied das direkte Duell für sich. Nur eine Minute später war er dann machtlos: Nach unübersichtlichen und gleich mehreren nicht konsequent geklärten Situationen im KFC-Strafraum behielt Büyükarslan den Überblick und erzielte das 0:1. Mit der knappen Velberter Führung ging es in die Halbzeitpause.


Christian Höfer reagierte zur Pause und brachte Yuta Inoue für Tobias Grulke. Die erste große Chance nach dem Seitenwechsel hatten jedoch erneut die Gäste. Robin Hilger wurde mit einem Steckpass in den Strafraum geschickt, setzte seinen Abschluss aber knapp am Tor vorbei.

Nur wenige Minuten später machte es der Velberter Kapitän besser. Nach einem Doppelpass brachte Julio Torrens den Ball von außen in die Mitte, wo Hilger frei zum Kopfball kam und in der 54. Minute auf 0:2 erhöhte.

Uerdingen versuchte anschließend, offensiv mehr Akzente zu setzen. Die beste Gelegenheit auf eine schnelle Antwort hatte Mario Knops nach gut einer Stunde. Sein Distanzschuss krachte jedoch lediglich an die Latte. Kurz darauf war für Knops Schluss, Daiki Kamo kam für ihn in die Partie. Zuvor hatte Höfer bereits Maximilian Dimitrijevski für Dave Fotso Youmssi gebracht.

In der Folge fehlten dem KFC weiterhin die klaren Ideen im letzten Drittel. Auch zwei aufeinanderfolgende Eckbälle nach rund 68 Minuten brachten keinen Ertrag. Velbert blieb dagegen gefährlich und hätte die Partie vorzeitig entscheiden können. Besonders in der 78. Minute, als Hilger nach einer Hereingabe von rechts volley abschloss, verhinderte Holzum mit einer starken Parade das mögliche 0:3.

Stattdessen kam der KFC noch einmal zurück. In der 83. Minute landete eine Hereingabe von der rechten Seite bei Wladimir Wagner. Der Uerdinger Torjäger nahm den Ball mit der Brust an und traf anschließend per Volley ins rechte Eck zum 1:2.

Der Treffer sorgte sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen noch einmal für neue Energie. Uerdingen agierte in der Schlussphase deutlich dynamischer und warf alles nach vorne, fand gegen die Velberter Defensive aber nicht mehr die entscheidende Lücke.

In der Nachspielzeit wurde es noch einmal emotional. Nachdem ein Uerdinger im Velberter Strafraum zu Fall gekommen war, blieb der erhoffte Elfmeterpfiff aus. Die Entscheidung sorgte für großen Unmut auf Uerdinger Seite, wobei ein Mitglied des KFC-Trainerteams wegen seiner Proteste die Rote Karte sah.

Am Ergebnis änderte sich nichts mehr. Nach vier Minuten Nachspielzeit stand die 1:2-Niederlage des KFC fest. Uerdingen zeigte zwar nach dem Anschlusstreffer noch einmal eine Reaktion, hatte zuvor über weite Strecken jedoch zu wenige gefährliche Aktionen im Spiel nach vorne entwickelt. Velbert nutzte seine stärkere Phase rund um die Halbzeitpause dagegen konsequenter und nahm die drei Punkte aus der Grotenburg mit.

02.10.2026-19:30
Halbzeit: 0-1
Uerdingen
1
SSVg Velbert
2
Ende
Karten
45'
Gelbe Karte
45'
Gelbe Karte
51'
70'
Gelbe Karte
80'

hell oder dunkel