Jugendarbeit, Infrastruktur und der Blick in die Zukunft

Treue. Liebe. Tradition.

Wer sich im Jugendfußball beweisen will, lockt mit einem Nachwuchsleistungszentrum. Doch nicht alle jungen Spieler wollen bzw. schaffen es dort hin. Während viele im Breitensport unterkommen und sich dort pudelwohl fühlen, eifern andere danach, leistungsmäßig zumindest direkt unter einem NLZ spielen zu können. „Genau hier setzt die Jugendarbeit des SC Krefeld und des KFC Uerdingen an. Wir können nicht mit den großen NLZ in der Region mithalten, bieten aber zahlreiche Möglichkeiten für die Stufen darunter. Jedes Invest kommt hier an“, schilderte Michael Nagorny. Der Geschäftsführer Sport des KFC Uerdingen und sportlicher Leiter Fußball sowie des Förder- und Leistungszentrums 05 beim SC Krefeld war ein gefragter Mann beim Sponsoren- und Netzwerktreffen, das vor wenigen Tagen unter der Leitung von KFC-Vorstandsmitglied Yvonne Zell im Beach Club des Covestro Sportparks stattgefunden hat.

Sportpark ist ein infrastruktureller Schatz

Über 50 Personen waren der Einladung gefolgt. Sie alle kamen nach der Begrüßung durch den KFC-Vorsitzenden Norbert Philipp und KFC-Geschäftsführer Sebastian Schmidt in den Genuss, den Worten von Jörg Heydel, Vorstandsvorsitzender des SCK und Verwaltungsrats-Mitglied beim KFC, folgen zu können. Er zeigte auf, über welchen infrastrukturellen Schatz, aber eben auch Verantwortung, der Club am Löschenhofweg als Eigentümer und Betreiber des Covestro Sportparks verfügt. Drei Sporthallen, ein Fußball-Stadion mit Laufbahn, ein Werfer-Sportplatz, eine beleuchtete Laufstecke, ein Fitness-Studio, vier Beach-Volleyballfelder, ein Beachsoccer-Platz und eine multifunktionale Freilufthalle, dazu ein Asche-, drei Rasen- und zwei Kunstrasengroßfelder und weitere Rasenplätze befinden sich auf dem über 20 Hektar großen Areal. Ein Selbstverständnis, hier Fußball spielen zu können, gebe es nicht, so Heydel. „Nur acht Prozent unserer rund 6500 Mitglieder spielen Fußball. Wir sind ausdrücklich ein Mehrspartenverein, in dem der Fußball eben nur eine Sparte ist.“ Und dennoch wurde in den letzten Jahren gerade dort viel investiert. Aktuell können sich alle, die beim SC Krefeld oder dem KFC Uerdingen dem Leder nachjagen, bald schon über einen dritten Kunstrasenplatz in der Mitnutzung freuen. Bedingt durch die Aufnahme der kompletten Vereine ATS Krefeld und Krefeld Ravens am Löschenhofweg wird er anstelle eines Rasenplatzes gerade gebaut. Die Arbeiten befinden sich in den Schlusszügen, die Eröffnung wird noch vor dem Winterbetrieb erwartet.

Soziale Verantwortung für Kinder und Jugendliche

Was genau hinter der Fußball-Jugendarbeit steckt, schilderte im Anschluss Stefan Wagner. Auch er befindet sich in einer Doppelfunktion: Einerseits ist er Vorstandsmitglied beim KFC mit dem Fokus auf die Jugend, andererseits auch stellvertretender Abteilungsleiter Fußball beim SCK. „Natürlich sollen sich unsere jüngsten Kicker hier austoben. Erst ab der D-Jugend schauen wir auch auf die Leistung – und zwar nicht nur auf die der Kinder, sondern auch auf die der Trainer. Wir wünschen uns ausdrücklich lizenzierte Coaches, um den Kindern und Jugendlichen das bestmögliche Training anbieten zu können“, so Wagner. „Beim SCK spielt die U15 in der Niederrheinliga. Gleiches gilt für die U17 und U19 des KFC. Hinter den leistungsstarken Mannschaften, die so hoch wie möglich spielen sollen, gibt es auch Teams, die nicht so ambitioniert an den Start gehen. Wir haben für alle Kinder und Jugendlichen hier eine soziale Verantwortung, die uns sehr wichtig ist, egal, wie gut oder nicht so gut sie Fußball spielen.“

Wer überwindet Delker und Grehl?

Schließlich ging es „aufn Platz“. Zunächst schauten die Teilnehmer des Sponsoren- und Netzwerktreffen Benjamin Skalnik bei einer Lehrstunde der E-Jugend über die Schulter. Der sportliche Leiter des KFC, gleichzeitig auch DFB-Stützpunktkoordinator am Niederrhein, verdeutlichte zahlreichen Jugendtrainern, um was es bei der Trainings-Einheit geht. Und dann waren die Teilnehmer selber gefordert. Unter der Leitung von Stefan Wagner durchliefen sie ein kurzes Warm-Up, ehe das „Runde ins Eckige“ musste. Das Problem: Mit Marius Delker und Dominic Grehl standen dem Vorhaben zwei Torhüter der Oberliga-Mannschaft im Weg. Zahlreiche Schüsse gingen daneben oder wurden gehalten. So lenkte Delker einen Schuss von Vorstands-Mitglied Zell, immerhin als ehemalige Bundesliga-Spielerin eine der wenigen mit praktischer Expertise, gekonnt an den Pfosten. Auch die Schüsse von Sebastian Schmidt oder KFC-Vorstandsmitglied Manuel Kölker wurden pariert. Am besten zielte schlussendlich Kai Schürmann. Dreimal ließ er den Keepern nicht den Hauch einer Chance und netzte sehenswert und mit Schmackes ein. Da er damit der einzige Schütze war, der ohne Fehlschuss blieb, durfte er sich über ein brandneues Trikot freuen.

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