„Eng stehen und Abstände verringern!“

Treue. Liebe. Tradition.

Vor dem Spiel am Freitagabend gegen die 1. Spielvereinigung Solingen Wald 03 verdaut das Team erst einmal den Schock über den langen Ausfall von Vincent Schaub. Eine Hüftverletzung wird den Mittelfeldspieler für mehrere Monate außer Gefecht setzen. „Das ist für uns sehr bitter, und für ihn persönlich eine absolute Katastrophe. Aber wir werden als Mannschaft durch die Situation kommen. Der Kader wurde auch in der Breite mit einem Ziel Aufstieg zusammengestellt, so dass jetzt andere in die Bresche springen und Verantwortung übernehmen dürfen“, sagt Interims-Coach Christian Höfer. Gleiches ist auch weiterhin in Sachen Ole Päffgen notwendig. Der Kapitän hat zumindest nun aber einen klaren Zeitplan: Ende des Monats wird er nach seinem Innenbandanriss ins Training zurückkehren und hoffentlich dann im Verlauf des Novembers wieder spielen können.

So weit in die Zukunft will Höfer allerdings noch gar nicht schauen, schließlich steht mit Solingen Wald jetzt erst einmal eine weitere Hausnummer vor der Tür. „Dass sich dort etwas auf der Trainerbank getan hat, haben wir registriert – mehr aber auch nicht. Wir wollen uns auf unser Spiel konzentrieren. Wenn das gelingt, können wir jeden Gegner in der Liga schlagen. Dafür gilt es aber, eine hohe Intensität an den Tag zu legen, gallig zu sein, aggressiv zu sein.“ Dass aber mehr als „nur“ Einsatz notwendig sein wird, um die Gäste in Schach zu halten, ist ihm auch klar. „Wir wollen hoch anlaufen, früh attackieren und eng stehen. Damit wollen wir den Gegner unter Druck setzen“, sagt der 35-Jährige, der auch im Kopf auf einen Umschwung baut. „Jedes Spiel ist für uns gerade harte Arbeit, vieles fällt uns nicht leicht. Da müssen wir raus. Werden wir mutiger und haben Erfolg, kommt auch die Leichtigkeit wieder.“

„Spiel mit dem Ball besser machen!“

Um Fehler aus der Vergangenheit zu vermeiden, wurde das Spiel gegen Velbert (1:2) noch einmal gemeinsam analysiert. „Die erste Halbzeit war richtig schlecht, sie braucht man auch nicht schönreden. Da haben die Abstände nicht gestimmt, da waren wir in vielen Situationen einfach viel zu weit weg. Wenn du so verteidigst, wird es schwierig. In der Oberliga, aber auch in der Bundesliga oder in der Kreisliga C. Wir haben klar benannt, woran es gemangelt hat und was wir abstellen müssen. Das Training in dieser Woche war klar darauf fokussiert, das Spiel mit dem Ball besser und schneller zu machen und Lösungen zu finden.“

Während er im Training auf die Unterstützung von Ioannis Alexiou bauen konnte, wird dieser am Freitagabend an der Seitenlinie fehlen. Weil der Grieche in der Schlussphase des Velbert-Spiels zu verhement einen vermeintlichen Elfmeter forderte, erhielt er eine rote Karte und muss von der Tribüne aus zuschauen.

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