Nach torlosen 120 Minuten hat der KFC sein heutiges Pokalspiel gegen den Regionalligisten VfB Hilden nach tollem Kampf schließlich sehr unglücklich im Elfmeterschießen verloren.
Beide Teams lieferten sich von Beginn an eine Partie auf Augenhöhe. In der ersten Viertelstunde wurde sich gegenseitig abgetastet, aber dann entwickelte sich mehr und mehr ein echter Pokalfight, auch wenn Torraumszenen zunächst eher die Ausnahme blieben.
Die erste richtig gute Gelegenheit hatten die Uerdinger in der 18. Minute durch Inoue, der sich schön gegen Tolaj durchsetzen konnte, dann aber mit seinem Abschluss an VfB-Torwart Lenze scheiterte.
Auf der anderen Seite konnte sich auch der Uerdinger Schlussmann Grehl auszeichnen, als er in der 25. Minute einen Fernschuss von Dombe parieren konnte.
Die beste Chance im ersten Durchgang hatten die Gäste in der 32. Minute. Tolaj gab den Ball von der rechten Seite aus scharf nach innen und Grehl musste in höchster Not gegen Touloupis retten.
Nach der Pause waren dann zunächst die Gäste am Drücker und machten ordentlich Druck. Diesem hielt die Uerdinger Defensive jedoch Stand. Die beste Möglichkeit hatten die Hildener in der 56. Minute, als Touloupis knapp links am Uerdinger Tor vorbeischoss.
Anschließend kamen auf Uerdinger Seite Lipinski und Thissen für Dimitrijevski und Grulke und die Partie wurde daraufhin nicht nur ausgeglichener, sondern der KFC erspielte sich in der Folge auch die besseren Gelegenheiten.
In der Schlussviertelstunde war der KFC voll am Drücker. In der 76. Minute setzte sich Lipinski auf der rechten Seite durch und legte perfekt auf Kamo, der aber nicht abschloss, sondern den Ball leider vertändelte.
Noch dicker war die Möglichkeit in der 80. Minute. Thissen setzte sich sehenswert auf der rechten Seite durch, legte dann zurück auf Wagner, der den Ball aus elf Metern leider über die Querlatte jagte.
Und so ging es in die Verlängerung. Nach den ersten eher ruhigen 15 Minuten, nahm die Partie in der 2. Halbzeit der Verlängerung noch einmal richtig an Fahrt auf. In der 105. und 110. Minute tauchte jeweils ein Hildener alleine vor dem Uerdinger Tor auf. Aber zweimal konnte KFC-Keeper Grehl erfolgreich den Gegentreffer verhindern. Auf der anderen Seite hatte Wagner in der 120. Minute die ganz dicke Chance auf die Uerdinger Führung, aber VfB-Torwart Lenze parierte überragend.
Nach 120 Minuten ging es schließlich ins Elfmeterschießen. Beim Stand von 2:1 für Hilden vergab der Uerdinger Fotso, aber auch der Hildener Deljkovic setzte den folgenden Elfmeter über das Tor. Nach den jeweils ersten fünf Schützen hieß es 4:4.
Beim Stand von 6:5 für Hilden wurde der Uerdinger Hoffmanns mit seinem vergebenen Elfmeter schließlich zur tragischen Figur des Abends.
Damit war Hilden eine Runde weiter und der über ein Viertel Jahrhundert anhaltende Elfmeterschließen-Fluch des KFC wurde um ein weiteres Kapitel erweitert.


