Zwei Oberliga-Debütanten freuen sich

Treue. Liebe. Tradition.

Mit Neuzugang Louis Halfes-Meis und KFC-Eigengewächs Mustafa Doganci haben zwei junge Spieler am vergangenen Samstag beim 5:1 gegen die Holzheimer SG ihr Oberliga-Debüt gefeiert. Während Halfes-Meis in der 85. Minute beim Stand von 4:1 von Trainer Julian Stöhr eingewechselt wurde, kam Doganci in der 88. Minute, als es bereits 5:1 stand.

„Es war ein schönes Gefühl und ganz cool, auch wenn das Spiel ja quasi schon entschieden war. Zufrieden kann ich natürlich nicht sein. Ich glaube, es ist von jedem der Anspruch, mehr zu spielen und sich in die Mannschaft einzuarbeiten. Das kommt halt durch Leistung. Wenn ich die Einsätze, die ich bekomme, nutze, und weiter im Training Gas gebe, glaube ich, dass ich irgendwann auch Stamm spielen kann. Schließlich ist das der Anspruch, mit dem ich nach Uerdingen gegangen bin. Im Laufe der Saison werden noch Chancen kommen. Und wenn man diese dann nutzt, kann man auch ganz schnell in die Startelf rutschen. Es sei eine lange Saison, hat der Trainer gesagt, jeder werde gebraucht“, schildert die Nummer sechs des KFC sein Oberliga-Debüt.

„Wir haben ihn eigentlich für die Innenverteidigung geholt. Dass er auch außen verteidigen kann, hat sich im Probetraining gezeigt. Auf beiden Positionen ist die Konkurrenz natürlich groß, aber Louis macht es echt gut für sein Alter. Natürlich muss man sich als junger Spieler hinten anstellen, aber er macht Schritte nach vorne und wird mit Sicherheit weiter seine Einsatzzeiten bekommen. Mal sehen, wann es auch mal mehr werden als nur ein paar“, so Stöhr.


Mustafa Dogancis Autogramme waren bei der Saisoneröffnung am 2. August sehr gefragt. Immerhin ist er ein Uerdinger Eigengewächs und damit der beste Beweis, dass es möglich ist, sich aus der Jugend in die Erste Mannschaft zu arbeiten. Foto: Nell Röttges

Mit der Nummer 18 läuft Mustafa Doganci auf – und das nun in der zweiten Saison. In der vergangenen Spielzeit war er regelmäßiger Gast im Oberliga-Training, kam in der Hinrunde jedoch „nur“ in der U19 zum Einsatz und nicht auch in der Elf von Julian Stöhr. Wegen einer langwierigen Schambeinverletzung musste der 19-Jährige dann seit Februar pausieren. Stöhr glaubt, so sagte er in der Sommerpause, an Doganci und traut ihm zu, zur positiven Überraschung zu werden, „wenn er fit wird und bleibt.“

Doch auch in der Vorbereitung pendelte er zwischen „Krankenbett“ und Trainingsplatz, da er noch immer mit der Schambeinverletzung kämpft. Entsprechend sporadisch waren die Einsätze in den Testspielen. „Wenn er aber gespielt hat, wie zum Beispiel gegen Wanne-Eickel, hat er es gut gemacht“, so Stöhr, der ihn in Neuss nun kurz vor dem Abpfiff vorne rechts brachte. „Auf den Flügeln haben wir etliche Jungs, da muss ich flexibel sein. Eigentlich sehe ich ihn eher hinten rechts.“

Egal wo, „Musti“ war erst einmal happy, eingesetzt worden zu sein. „Es war ein geiles Gefühl, nach fast sieben Monaten Verletzungspause endlich wieder auf dem Platz zu stehen. Ich bin sicherlich noch nicht bei hundert Prozent, aber es ist schön zu spüren, dass Julian mir vertraut.“

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