Unser Gegner: SV Rosellen

Treue. Liebe. Tradition.

Der SV Rosellen ist mit 3.000 Mitgliedern nach eigener Aussage der „größte Neusser Sportverein“ – und steht nun mit Blick auf das Spiel in der ersten Runde des Niederrheinpokals gegen den KFC Uerdingen laut Fußball-Abteilungsleiter Robin Geißler vor dem „größten Pflichtspiel der Vereinshistorie“. In den vergangenen Tagen haben etliche Mitglieder des A-Ligisten viel Schweiß vergossen, um für den großen Moment am Sonntag, 9. August, 15 Uhr, alles zu richten. Auch die Stadt hat den Rasenplatz auf der Theodor-Klein-Sportanlage (Rosellener Schulstraße 11) noch einmal ausgebessert. „Jetzt kann es also losgehen“, so Geißler, der einfach nur ein tolles Spiel sehen möchte. „Der KFC ist natürlich der haushohe Favorit, da müssen wir uns nichts vormachen. Wir erwarten circa 1.000 Zuschauer, darunter übrigens auch Friedhelm Funkel, der hier früher mal gewohnt hat.“

Das Aufeinandertreffen ist die erste Partie überhaupt zwischen beiden Vereinen. Und doch gibt es eine Beziehung zueinander: Als der KFC die Regionalliga-Saison 2024/2025 wegen seiner finanziellen Probleme am 22. April 2025 vorzeitig abbrach, hatte das auch Auswirkungen auf den SV Rosellen. Der SVR war seinerzeit Zweiter in der Kreisliga A und schielte Richtung Ligasprung. Da der KFC mit dem Rückzug als Absteiger in die Oberliga feststand, war jedoch auch klar, dass es aus der Kreisliga A nur einen Aufsteiger geben würde. Das war schließlich der VdS Nievenheim, der bei Bekanntgabe des Rückzugs schon uneinholbar neun Zähler Vorsprung aufweisen konnte. Die Saison der Rosellener war damit also gelaufen, der Aufstieg hatte sich erledigt.

Zuletzt Siebter in der Kreisliga A

Auch heute kicken die Gastgeber in der Kreisliga A, die sie in der vergangenen Spielzeit nicht ganz zufrieden mit dem siebten Platz abschlossen. Davor erreichten sie, wie schon erwähnt, Rang zwei, 2023/2024 Platz drei und 2022/2023 wurden sie Vierter.

In der Vorbereitung auf die nun kommende Spielzeit gab es zu Beginn vier Niederlagen: Bei Bayer Dormagen (0:5), gegen den VfL Benrath (1:4), bei Turu Düsseldorf (0:1) und beim DSC Düsseldorf (2:9). Im Anschluss spielte das Team 3:3 beim TSV Urdenbach und feierte am vergangenen Wochenende schließlich den ersten Sieg bei der SG Neukirchen-Hülchrath (6:0). Geißler: „Es war eine komische Vorbereitung. Bei den Trainingseinheiten hatten wir häufig über 20 Mann auf dem Platz, bei den Spielen hin und wieder nur 14. Aber so ist das nun einmal in der Kreisliga.“

Prominentester Spieler der Neusser ist Johannes Kultscher. Der Torhüter bestritt in der vergangenen Saison noch 32 Spiele für Oberligist Holzheimer SG und stand auch davor schon mehrfach in der Oberliga für verschiedene Vereine zwischen den Pfosten. Der 30-Jährige wechselte im Sommer innerhalb der Stadtgrenzen. Wie man den KFC „knackt“, wird er seinen neuen Mitspielern wohl schon erklärt haben. Am 25. Spieltag der abgelaufenen Spielzeit feierte er mit der HSG bekanntlich einen 3:2-Sieg gegen Uerdingen und sorgte damit für einen deutlichen Dämpfer bei Blau-Rot.

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