Vincent Schaub wechselt vom Wuppertaler SV zum KFC Uerdingen. Hier soll der offensive Mittelfeldspieler eine Schlüsselrolle übernehmen, wie Trainer Julian Stöhr sagt: „Mit seiner Erfahrung muss und wird er eine Führungsrolle einnehmen. Zusammen mit Wladimir Wagner, Yuta Inoue und Mario Knobs soll er unsere Tor-Quote nach oben schrauben. Er fühlt sich auf dem linken Flügel am wohlsten und zieht gerne nach innen, kann aber auch im Zentrum spielen.“ Im Offensiv-Verbund ist der 27-Jährige in der Kreativ-Abteilung wiederzufinden, wie er selber sagt: „Ich mag es, kreativ zu sein und die Initiative zu übernehmen.“ Interessant: Auch neben dem Platz liegen hier seine Stärken. Als ausgebildeter Grafik-Designer greift er gerne zu Stift und Papier.
Der gebürtige Düsseldorfer durchlief nach seinem Wechsel von BV 04 Düsseldorf im Jahr 2011 zahlreiche Jugendmannschaften von Fortuna Düsseldorf. Am Flinger Broich sammelte er nicht nur Erfahrungen in der U19-Bundesliga, sondern zwischen 2018 und 2021 mit der Fortuna-Reserve auch in der Regionalliga. Nach drei Jahren zog es ihn dann aber „in die Ferne“, nämlich nach Rödinghausen, wo er in zwei Spielzeiten auf 54 Regionalliga-Spiele und zwölf Tore kam. Danach ging es weiter zu Alemannia Aachen, wo er trotz Verletzungsproblemen in 13 Spielen mit dazu beitrug, dass die „Kartoffelkäfer“ in die dritte Liga aufstiegen. Den Ligasprung machte Schaub jedoch nicht mit, da er zu den Sportfreunden Lotte wechselte. Richtig glücklich wurde er dort aber nicht, nach 14 Spielen, meist in der Vorrunde, wechselte er erneut, diesmal zum Wuppertaler SV. „Im Tal“ avancierte er wieder zum Stammspieler, konnte in 29 Einsätzen (drei Tore) jedoch nicht verhindern, dass die Bergischen nun den Gang in die Oberliga antreten mussten.
Trotz seiner Erfahrung hat er noch nie in der Grotenburg gespielt. „Als ich nun das erste Mal hier war, war ich schwer beeindruckt. Ich freue mich schon jetzt auf die Saison in diesem imposanten Stadion. Wir haben eine gute Truppe und werden eine gute Saison spielen“, ist er sich sicher.
Dass er nun beim KFC gelandet ist, liegt an mehreren Gründen: „Der Verein hat sich sehr um mich bemüht, das habe ich in den Gesprächen wahrgenommen. Zudem wollte ich heimatnah, ich wohne in Düsseldorf, guten Fußball spielen. Ich glaube, dass ich mit meiner Erfahrung hier vorangehen kann, darauf habe ich große Lust.“
Natürlich freut sich auch Julian Stöhr auf seine neue Offensivkraft: „Er hat sich trotz anderer Angebote, auch aus der Regionalliga, für uns und unseren Weg entschieden. Er hat im Seniorenbereich ausschließlich in der Regionalliga gespielt, der KFC ist nun seine erste Oberliga-Station. Er ist für uns ein absoluter Top-Transfer.“


