„Spieler der Saison“: Jan Bachmann begeistert die Fans

Treue. Liebe. Tradition.

Jan Bachmann ist der „Spieler der Saison 2025 / 2026“. Zur Wahl hatte das Radio Burgfunk05 aufgerufen. Jan durfte sich nach dem letzten Saisonspiel gegen den VfL Jüchen/Garzweiler (1:2) über die neue Trophäe freuen, die er aus der Hand von Timon Ufermann erhielt.

Jan, der vor der Saison von Schwarz Weiß Essen nach Krefeld gewechselt war, verpasste in dieser Saison keine einzige Minute. In allen 34 Oberliga-Spielen stand er über die komplette Spielzeit auf dem Rasen, genauso wie auch in den drei Partien des Niederrhein-Pokals. Der Abwehrmann kam wie Trainer Julian Stöhr vor der Spielzeit vom Uhlenkrug an die Grotenburg und war von Beginn an Stammspieler „hinten links“. „Bachi hat bei mir beim ETB in der letzten Saison von 34 Spielen 34 mal gespielt, davor die Jahre war er ebenfalls immer Stammspieler und hat trotz seines jungen Alters enorm viel Erfahrung auf der Position des linken Verteidiger. Mit seiner aggressiven Spielweise wird er bei unseren Fans sofort punkten können“, so Stöhr vor der Saison. Er war, das unterstrich der Coach nocheinmal etwas später in einem Interview mit der Rheinischen Post, ein absoluter Wunschspieler. Stöhr sollte mit seiner Prognosen recht behalten. Mit unglaublicher Spiel-Intelligenz sorgte der Verteidiger häufig dafür, dass Blau-Rot als Sieger vom Platz ging.

„Es freut mich sehr, diese Trophäe entgegennehmen zu können“, sagte der 25-Jährige unter „Bachi-Bachi-Rufen“. „Es ist schön, dass die Fans mein Spiel und mein Engagement mit diesem Votum honorieren.“ Wenig später verkündete er, was viele gehofft hatten: „Ja, ich bleibe beim KFC Uerdingen.“

Die neue Trophäe folgt auf den „Kalle des Jahres“.

Neue Trophäe: Ein Flutlichtmast der Grotenburg

Seit der Regionalliga-Saison 2017/18 wählen die Fans den Spieler der Saison. KFC-Edelfan Kalle Krahn gab der bisherigen Trophäe den Namen, die gewählten Spieler erhielten den „Kalle des Jahres“. „Aus bekannten Gründen haben wir uns nun für eine neue entschieden“, sagte Ufermann und präsentierte den neuen Pokal: Ein Flutlichtmast der Grotenburg, montiert auf einem kleinen Sockel. Auf den Burgfunk05-Web-Präsenzen hieß es dazu: „Unser Micha hat sich in den letzten Jahren immer sehr dafür engagiert, dass es beim KFC Uerdingen einen Fanpreis für den Spieler des Jahres gab. So kam es nicht von ungefähr, dass er auf das Burgfunk-Team zukam, um in unserem ersten Jahr als Vereinsradio des KFC Uerdingen einen Burgfunk Fanpreis für den Spieler der Saison 25/26 verleihen zu wollen. Ein Fanpreis für den Spieler des Jahres sollte einen Bezug zu unserem Verein aufweisen. Also kam Micha auf die Idee, unseren ehrwürdigen Flutlichtmasten ein Denkmal setzen zu wollen. Und so entstand der Burgfunk 05 Fanpreis für den Spieler der Saison.“

Bisherige „Spieler der Saison“

Jan Bachmann findet sich in einer illustren Runde. Bei der ersten Wahl 2018 setzte sich Maximilian Beister (35) durch, der zur Saison 2017 / 2018 von der Reserve des FSV Mainz nach Uerdingen gekommen war. In der ersten Saison absolvierte er 15 Regionalliga-Spiele für den KFC (elf Tore), dem er damit zum Aufstieg in die dritte Liga verhalf. Die gleiche Anzahl Tore gelangen ihm auch in der nächsten Saison, in der er auf 31 Einsätze kam. Sein zweijähriges Gastspiel endete mit dem dann folgenden Wechsel zum FC Ingolstadt, wo er 2021 / 2022 seine Karriere ausklingen ließ.

Auf Beister folgte der heutige Geschäftsführer des 1. FC Bocholt, Christopher Schorch (37). Der Innenverteidiger wechselte vom FSV Frankfurt im Sommer 2017 zum KFC. In der Aufstiegs-Saison wurde er in allen 34 Spiele eingesetzt. Auch nach dem Aufstieg war er Stammspieler. Wegen einer Gelbsperre verpasste er nur ein Spiel und stand ansonsten inklusive der Partie am 27. Januar 2018 (0:3 gege die Würzburger Kickers) immer 90 Minuten auf dem Platz. Drei Tage später trennte sich der KFC aus disziplinarischen Gründen von Schorch, der in der kommenden Spielzeit dann für den 1, FC Saarbrücken auflief und auch mit diesem Club in die dritte Liga aufstieg. Trotz des Rauswurfs stimmten die Fans für „Schorchi“.

Verlass war auch immer auf René Vollath (36), der ebenfalls 2017 nach Uerdingen gekommen war. In seiner ersten Saison spielte er 31-mal für den KFC, danach 28-mal. In der Saison 2019 / 2020 kam dann mit Lukas Königshofer ein Torhüter zum KFC, den der damalige Trainer Heiko Vogel als Wunschspieler verpflichtet hatte. Vollath sollte Uerdingen daraufhin verlassen, blieb schließlich aber doch und kam Ende Mai 2020, im zweiten Spiel nach der Corona-Pause, für den verletzten Königshofer ins Tor, wo er dann auch bis zum Saisonende blieb und vor seinem Abschied zu Türkgücü München noch zehn Spiele absolvierte. Nach Türkgücü folgten die Stationen Unterhaching und 1860 München, wo er in der abgelaufenen Saison noch dreimal zwischen den Pfosten stand und auch als Torwart-Trainer fungierte. Ob und wie es für ihn bei den Löwen weitergeht, steht aufgrund der dortigen Situation noch nicht fest. Immerhin hat er sich mit der Gründung einer eigenen Torhüter-Akademie ein zweites Standbein geschaffen.

Timon Ufermann im Gespräch mit Jan Bachmann.

Als Assani Lukimya (40) im Januar 2019 zum KFC kam, war das Raunen bis nach Düsseldorf zu hören, wo er zwischen 2010 und 2012 zwei Saison für die Fortuna in Liga 2 kickte (64 Ligaspiele). Am Flinger Broich empfahl er sich seinerzeit für höhe Aufgaben, es zog ihn zu Werder Bremen, wo er in vier Spielzeiten auf 79 Bundesliga-Spiele kam. Im Januar 2016 ging es dann zum chinesischen Erstligisten Liaoning Hongyun. „Luki“ wurde nach seiner Rückkehr nach Deutschland sofort Stammspieler beim KFC, konnte in 14 Einsätzen in Liga 3 allerdings nur zweimal gewinnen. Immerhin gelang zum Saisonende aber der Gewinn des Niederrhein-Pokals durch ein 2:1 gegen den Wupertaler SV. In den beiden folgenden Saisons war Lukimya aus der Defensive des KFC nicht wegzudenken. 35 (2019 / 2020) und 33 (2020 / 2021) Einsätze sprechen eine klare Sprache. Es folgte bekanntlich die Insolvenz und der damit verbundene Abstieg in die Regionalliga. Lukimya zog es zum damals sechstklassigen MSV Düsseldorf. 2025 beendete er seine Karriere beim FC Monheim.

Jovan Jovic (23) absolvierte für den KFC Uerdingen 2021 / 2022 30 Spiele in der Regionalliga. Dabei hinterließ er einen glänzenden Eindruck, was die Fans mit ihrer Wahl belohnten. 0:2 stand es 9. Oktober gegen RW Essen, als sich Jovic in der 18. Minute verletzte. Sein Vertreter, Jonas Brendieck, musste noch neunmal hinter sich greifen, ehe die höchste Uerdinger Niederlage aller Zeiten in den Büchern stand. Jovic kehrte einen Monat später zurück, konnte den Abstieg in die Oberliga aber auch nicht mehr verhindern. Ihn zog es danach zum SC Paderborn, wo er für die zweite Mannschaft auf 18 Spiele in der Oberliga Westfalen kam. Danach wechselte er zur Spielvereinigung Velbert und zu Weiche Flensburg. In der abgelaufenen Saison kam er für Preußen Münster 2 zu zwölf Einsätzen in der Oberliga Westfalen.

Danach gewann Alexander Lipinski (30.) als erster Spieler überhaupt zweimal hintereinander die Wahl zum „Spieler der Saison“. „Lippi“ wechselte 2022 aus Bocholt zum KFC und schlug ein wie eine Bombe. Zehn Tore in 30 Ligaspielen waren Grund genug, um den „Kalle“ zu erhalten. Es war jedoch ein schwacher Trost für den Flügelflitzer, hatte er sich doch am 1. April 2022 das Kreuzband gerissen. Ein halbes Jahr später feierte er dann aber schon sein Comeback und kam in 22 Spielen auf sechs Treffer, verbunden mit dem Aufstieg in die Regionalliga. Dort baute Coach René Lewejohann allerdings nur bedingt auf Lipinski. Der Wechsel zum FC Büderich in der Winterpause konnte als Flucht gedeutet werden. 16 Spiele absolvierte er dort, ehe er im Sommer 2025 zur Grotenburg zurückkehrte und damit für Aufsehen unter den Fans sorgte..

Kurz zuvor musste der KFC eine seiner dunkelsten Phasen der Vereinsgeschichte überstehen. Im April 2025 hatte Insolvenzverwalter Thomas Ellrich die Mannschaft vom Spielbetrieb in der Regionalliga West zurückgezogen und alle Spieler freigestellt. Aus diesem Grund gab es in dieser Saison keine Wahl zum „Spieler des Jahres“.

  • 2017 / 2018: Maximilian Beister
  • 2018 / 2019: Christopher Schorch
  • 2019 / 2020: René Vollath
  • 2020 / 2021: Assani Lukimya
  • 2021 / 2022: Jovan Jovic
  • 2022 / 2023: Alexander Lipinski
  • 2023 / 2024: Alexander Lipinski
  • 2024 / 2025: keine Wahl
  • 2025 / 2026: Jan Bachmann

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