Hinter dem KFC liegt eine rundum gelungene Woche: Drei Siege auf dem Platz, zwei besondere Veranstaltungen im Verein und ein durchaus emotionaler Heimerfolg zum Abschluss sorgen aktuell für eine positive Stimmung. Im Interview spricht der Trainer über die vergangenen Tage, ordnet die sportlichen Leistungen ein und blickt zugleich auf die kommende Auswärtsaufgabe in Holzheim. Dabei wird deutlich: Trotz der Erfolgsserie bleibt der Fokus klar.
Frage: Eine in vielen Bereichen ereignisreiche und auch erfolgreiche Woche liegt hinter dem KFC, welche gestern mit einem durchaus emotionalen Heimsieg abgerundet wurde. Wie hast du die letzte Woche erlebt und wie fällt dein generelles sportliches Fazit zu beiden Spielen aus?
Julian Stöhr: Das war insgesamt eine echte Highlight-Woche – mit drei Siegen und zwei sehr wichtigen Veranstaltungen für den Verein. Vor allem der Donnerstag war hervorragend organisiert, das hat wirklich Spaß gemacht. Auch die Mitgliederversammlung am Freitag lief absolut planmäßig, sodass man insgesamt sagen kann, dass der KFC aktuell wieder positive Schlagzeilen schreibt – sowohl organisatorisch als auch sportlich. Ich denke, jeder im Verein hat seinen Anteil daran.
Frage: Nach zwei Negativerlebnissen zuhause gab es nun den dritten Sieg in sieben Tagen, eben zuletzt gegen einen Gegner, welcher rein von der Kaderqualität als Mitaufstiegskandidat vor der Saison auch gehandelt wurde. Wie hast du persönlich das Spiel erlebt und wie zufrieden bist du mit der Leistung deiner Truppe?
Julian Stöhr: Wir standen zu Hause definitiv unter Zugzwang. Die beiden Auswärtsspiele zuvor haben wir souverän gewonnen – vielleicht nicht überdeutlich, aber mit sehr guten und geschlossenen Teamleistungen. Genau das wollten wir auch im Heimspiel gegen eine Mannschaft zeigen, die von der Kaderqualität her eigentlich weiter oben mitspielen müsste.
Unser Ziel war es, dem Gegner früh den Zahn zu ziehen und idealerweise mit einer Zwei-Tore-Führung in die Halbzeit zu gehen. Das ist uns nur teilweise gelungen. Wir gehen durch den Elfmeter mit 1:0 in Führung, hatten aber zuvor schon eine weitere große Chance vom Punkt. Zudem müssen wir mindestens eine der hochkarätigen Chancen nutzen. Die Situation, in der wir die rote Karte ziehen, war dann natürlich wichtig, aber insgesamt hätten wir das Spiel früher klarer gestalten können.
So blieb es bis zum Schluss spannend, und wir mussten am Ende auch ein Stück weit das nötige Quäntchen Glück auf unserer Seite haben. Dieses Glück haben wir uns aber durch unsere Leistung erarbeitet. Daher geht ein großes Kompliment an die Mannschaft. Den Schiedsrichter würde ich dabei nicht als entscheidenden Faktor sehen – wir hatten selbst genug Möglichkeiten, das Spiel früher zu entscheiden.
Frage: Jetzt folgen drei Spiele gegen Mannschaften, gegen die es in der Hinrunde jeweils Siege gab, bevor es zu den Spitzenspielen gegen Hilden und Ratingen kommt. Fokussieren wir uns aber zunächst auf die bevorstehende Auswärtsaufgabe in Holzheim: Was erwartet uns dort und was zeichnet den Gegner aus? Worauf wird es ankommen, um den vierten Sieg in Folge einzufahren?
Julian Stöhr: Zu Holzheim kann ich aktuell noch gar nicht allzu viel detailliertes sagen, da ich mir den Gegner erst noch intensiver anschauen werde – das passiert heute und morgen per Videoanalyse. Aus dem Hinspiel habe ich aber natürlich noch einige Eindrücke.
Unser Co-Trainer kommt aus der Region Neuss und kennt den Gegner sehr gut, sodass wir uns dazu auch natürlich noch eng abstimmen werden. Klar ist: Als Aufsteiger werden sie dieses Spiel als Highlight sehen und entsprechend auftreten. Sie kommen vor allem über die klassischen Grundtugenden wie Einsatz, Zweikampfstärke und mannschaftliche Geschlossenheit.
Das Hinspiel hat gezeigt, dass sie uns durchaus vor Probleme stellen können. Deshalb wird es entscheidend sein, dass wir an die Leistungen der letzten drei Spiele anknüpfen. Wenn uns das gelingt, bin ich überzeugt davon, dass wir auch dort wieder als Sieger vom Platz gehen können.


