Nach dem jüngsten Spieltag richtet sich der Blick beim KFC Uerdingen 05 direkt auf die nächste Aufgabe. Am Sonntag steht in der Grotenburg-Stadion das nächste Heimspiel an. Im Format „Der Trainer spricht“ ordnet Coach Julian Stöhr die vergangenen 90 Minuten gegen Biemenhorst ein und erklärt, worauf es im Duell mit Büderich ankommt.
Am Sonntag konnte der KFC beim Schlusslicht auswärts 3 Punkte mitnehmen. Wie fällt dein Fazit zur Leistung und Einstellung deiner Mannschaft aus und welche Punkte waren für dich positiv und negativ?
Julian Stöhr: Ja, auf jeden Fall sehr positiv – vor allem, was das Ergebnis angeht. Trotzdem hat die erste Halbzeit nicht unserem Anspruch entsprochen. Wir waren nicht griffig genug, im Kopf zu langsam und hätten uns über ein Gegentor nicht beschweren dürfen. Mit einem Unentschieden zur Pause hätten wir leben müssen, das wäre dem Spielverlauf entsprechend gewesen. So war es eher eine glückliche 1:0-Führung.
In der zweiten Halbzeit war es dann allerdings eine sehr souveräne Leistung. Wir haben die Punkte, die wir in der Kabine klar angesprochen und thematisiert haben, konsequent umgesetzt. Auch die Jungs, die wir explizit angesprochen haben, haben nochmal eine Schippe draufgelegt. Das war genau die Reaktion, die wir sehen wollten. Deshalb sind wir mit der zweiten Halbzeit und dem Gesamtergebnis absolut zufrieden.
Blick nach vorne: Als nächstes kommt Büderich in die Grotenburg. In der Hinrunde gab es auswärts eine Klatsche. Mit welchen Einheiten und welcher Vorbereitung wollt ihr in das Spiel am Sonntag gehen?
Julian Stöhr: Ich habe sie zuletzt zweimal gesehen – gegen St. Tönis und gegen Biemenhorst. Es ist eine Mannschaft, die – ähnlich wie schon in der Hinrunde – sehr unberechenbar ist. Sie können jedes Spiel gewinnen, aber eben auch jedes Spiel verlieren. Deshalb ist es nicht ganz klar, was uns am Sonntag konkret erwartet.
Im Hinspiel haben wir beim 1:4 eine deutliche Niederlage kassiert, obwohl sie zuvor keine besonders gute Saison gespielt hatten. Für Büderich war das damals so etwas wie ein Befreiungsschlag. Natürlich bereiten wir uns wieder gezielt auf den Gegner vor. Trotzdem liegt unser Hauptfokus auf uns selbst. Es geht darum, unsere Stärken weiter zu schärfen und die Punkte zu verbessern, die zuletzt nicht unserem Anspruch entsprochen haben. Das muss unser klares Ziel für Sonntag sein.
Was zeichnet Büderich aus und worauf soll sich der KFC bei diesem Spiel einstellen? Worauf kommt es für einen Heimsieg vor allem an?
Julian Stöhr: Büderich kommt an guten Tagen vor allem über ihre Kompaktheit und ein starkes Umschaltspiel. Das haben sie phasenweise wirklich ordentlich gemacht. Dazu kommt ihre Effizienz – sie erzielen relativ viele Tore, kassieren allerdings auch viele Gegentreffer. Für uns bedeutet das, dass wir unser Heil wieder in der Offensive suchen wollen. Entscheidend wird sein, dass wir unsere Stärken im Angriff konsequent ausspielen und Büderich gar nicht erst ins Spiel kommen lassen. Wenn wir von Beginn an präsent sind, Tempo aufnehmen und zielstrebig nach vorne spielen, dann haben wir gute Chancen, die drei Punkte in der Grotenburg zu behalten.


