Eine ganz besondere Rückkehr

Treue. Liebe. Tradition.

Nachdem der KFC Uerdingen zuletzt auf „40 Jahre DFB-Pokal-Sieg“ oder „40 Jahre Das Wunder von der Grotenburg“ zurückblicken durfte, schauen wir heute auf einen Jahrestag zurück, der schmerzhaft ist. Am 24. April 1998 verstarb unser ehemaliger Spieler Axel Jüptner mit 28 Jahren viel zu jung an einer Herzmuskelentzündung. Nur wenige Tage vor dem Jahrestag hat jetzt Axels Sohn Fabian die Grotenburg besucht. Beim 1:0 gegen den VfB Hilden schaute er an der ehemaligen Wirkungsstätte seines Vaters vorbei. Fabian war zwei Jahre alt, als dieser starb.

Zum ersten Mal in der Grotenburg

„Ich bin sehr herzlich im Stadion empfangen worden“, so Fabian, der das erste Mal zu Gast in der Grotenburg war. Für den 29-Jährigen war die Rückkehr nach Krefeld, wo sein Vater beerdigt wurde, verständlicherweise emotional. Mit Vorstands-Mitglied André Brinkhoff konnte Fabian den „heiligen Rasen“ betreten. „Es hat mich zunächst an Überwindung gekostet, ins Stadion zu kommen. Im Nachhinein war es aber einfach nur unglaublich schön für mich!“

Auch neben dem Platz ein feiner Kerl

Sein Vater war 1991 vom VfB Stuttgart nach Uerdingen gewechselt und hatte sich hier binnen kurzer Zeit einen Namen gemacht. Nicht nur sportlich überzeugter er, auch neben dem Platz war Jüptner ein hochgeschätzter Zeitgenosse. Insgesamt trug er in 197 Pflichtspielen das blau-rote Trikot, davon 88-mal in der Bundesliga, 97-mal in der zweiten Liga und zwölfmal im DFB-Pokal. Dabei erzielte er neun Tore und kam auf etliche Assists. Seine wohl wichtigste Vorlage war jene am 27. Mai 1995, als er auf Rainer Krieg auflegte, der in der 90. Minute zum vielumjubelten 2:1 gegen den VfL Bochum traf und den KFC so in der Bundesliga hielt.

Im November 1997 wurde Axel an den FC Carl Zeiss Jena ausgeliehen. Dort wurde er prompt Stammspieler und hauchte dem Club im Zweitliga-Abstiegskampf neues Leben ein. Sein Siegtreffer am 27. März 1998 zum 2:1 in Gütersloh ließ die Fans an den Klassenerhalt glauben. Es folgte ein 2:2 beim Tabellen-Zweiten Eintracht Frankfurt. Bittere Ironie des Schicksals: Nun musste Jena gegen den KFC ran – und verliert mit Jüptner 0:3. Doch das Team erholte sich von dem kleinen Rückschlag und siegte – dann ohne Jüptner – mit 2:0 in Meppen. Wenige Tage danach verstarb Jüptner nach einer Trainingseinheit. Jena bekam danach keinen Fuß mehr auf den Boden und stieg ab.

Sammlung originaler Trikots

Fabian Jüptner bemüht sich übrigens darum, originale Trikots zu ergattern, die sein Vater während seiner Karriere getragen hat. Wer darüber verfügt, kann sich gerne beim KFC unter info@kfc05.de melden.

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