Der Trainer spricht: „Natürlich ist damit jetzt auch die Erwartung verbunden, nochmal oben anzugreifen“

Treue. Liebe. Tradition.

Nach dem wichtigen Auswärtssieg in Monheim blickt der KFC mit Rückenwind, aber auch mit klaren Erkenntnissen auf die kommenden Aufgaben. Besonders die Leistungsschwankungen im letzten Spiel geben Anlass zur Analyse. Nun wartet mit dem VfB Hilden die formstärkste Mannschaft der Liga – ein echtes Topspiel in der Grotenburg. Trainer Julian Stöhr spricht über die Entwicklung seines Teams, notwendige Verbesserungen und die Chancen im Kampf um die nächsten drei Punkte.

Frage: Am Sonntag gab es einen Auswärtssieg in Monheim, wo am Ende uns eine starke Phase zu Anfang des Spiels die 3 Punkte beschert hat. Danach wurde es vorallem in Halbzeit 2 nochmal sehr spannend, wo Monheim auch durchaus Chancen gehabt hätte den Ausgleich zu machen. Bist du persöhnlich zufrieden mit der Leistung oder siehst du eher mehr Verbesserungspotential in dem Spiel als positives?

Julian Stöhr: Wir haben drei Punkte geholt, das war unsere Aufgabe, und die haben wir erfüllt. Deswegen machen wir da erstmal einen Haken hinter. Über die Leistung müssen wir aber definitiv noch sprechen. Wir sind ähnlich wie schon gegen Frintrop sehr dominant ins Spiel gestartet, waren zielstrebig und haben uns die zwei Tore auch verdient erarbeitet. Umso unerklärlicher war es für uns, dass wir danach deutlich an Spannung verloren haben. Den Faden will ich nicht ganz sagen, aber wir hatten keinen Zugriff mehr auf das Spiel, waren schlecht positioniert und haben kaum noch Kontrolle gehabt.

Gegen andere Gegner wird so etwas bestraft – gegen Ratingen könnte das beispielsweise schon der Fall sein. Da müssen wir uns in mehreren Bereichen steigern: bei zweiten Bällen, im Zweikampfverhalten und in der Handlungsschnelligkeit. Das sind Themen, die uns schon länger begleiten. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass wir jetzt das zweite Spiele in Folge gewonnen haben – und das ist definitiv das Positive, das wir mitnehmen.


Frage:  Nun stehen zwei Topspiele an, zuerst geht es am Samstag Abend zuhause gegen den VfB Hilden ran, die formstärkste Mannschaft der Liga. Was erwartest du für ein Spiel und wie optimistisch bist du, dass der KFC die 3 Punkte in der Burg behalten kann? Was macht Hilden aktuell so stark, dass sie die letzten 10 Spiele alle gewonnen haben?

Julian Stöhr: Wir freuen uns, dass wir uns diese beiden Topspiele erarbeitet haben. Wenn man zu Saisonbeginn gesagt hätte, dass der KFC unweit vor dem Saisonende noch zwei solche Spiele mit Blick nach ganz oben hat, hätte das wahrscheinlich jeder unterschrieben. Natürlich ist damit jetzt auch die Erwartung verbunden, nochmal oben anzugreifen – und das wollen wir auch.

Hilden hat zehn Spiele in Folge gewonnen, das spricht für sich. Sie gewinnen ihre Spiele teilweise sehr deutlich, aber auch mal knapp oder in der 90. Minute – das zeigt ihre Qualität. Sie geben nie auf, sind sehr intensiv, zweikampfstark und vor dem Tor extrem effizient. Dazu kommen starke Standardsituationen.

Dennoch bin ich überzeugt, dass wir die drei Punkte zu Hause behalten können. Dafür müssen wir allerdings mehr zeigen als zuletzt in Monheim und an die Leistungen aus den Topspielen der Hinrunde anknüpfen – etwa gegen Ratingen, Schonnebeck oder auch im Spiel in Hilden, insbesondere in der zweiten Halbzeit. Wenn wir dieses Niveau erreichen, bin ich sehr positiv gestimmt.


Frage: Der KFC geht bei vielen neutralen Beobachtern trotz des Heimvorteils nicht als Favorit ins Spiel. Wie siehst du das und denkst du der Heimvorteil in der Burg kann am Ende vielleicht einen entscheidenden Unterschied machen?

Julian Stöhr: Ich denke schon, dass der Heimvorteil ein Faktor sein kann. Hilden hat einen der niedrigsten Zuschauerschnitte der Liga, während der KFC dazu natürlich ein kompletter Gegenpol in Sachen Fans und Zuschauern ist. Gerade zu Beginn des Spiels wollen wir diese Energie nutzen. Die Fans pushen uns natürlich und bleiben auch dann positiv, wenn nicht alles perfekt läuft. Die Jungs leisten wirklich gute Arbeit, sonst würden wir jetzt nicht mit nur sechs Punkten Rückstand auf die Spitze dastehen.

Ob wir Favorit sind oder nicht, ist für mich zweitrangig. Die Form spricht aktuell für Hilden, aber durch den Heimvorteil und unseren Platz kann sich das ausgleichen. Am Ende werden Kleinigkeiten entscheiden – Standardsituationen, Zweikämpfe und Details im Spiel. Ich hoffe natürlich, dass wir am Ende als Sieger vom Platz gehen.

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