Der Trainer spricht: „Wir dürfen uns jetzt keinen Ausrutscher mehr erlauben“

Treue. Liebe. Tradition.

Die jüngsten Erfolge haben für Aufbruchstimmung gesorgt: Mit einem starken Auftritt beim Tabellenführer und wichtigen Punkten im Kampf um die Spitzenplätze geht die Mannschaft selbstbewusst in die Schlussphase der Saison. Doch der Trainer mahnt zur Konzentration. Im Interview blickt er auf den vergangenen Spieltag zurück, ordnet das Restprogramm ein und warnt vor dem kommenden Gegner BW Dingden.

Frage: Was für ein Spieltag für uns: die eigenen Hausaufgaben souverän erledigt, den Tabellenführer auf deren Boden weggeputzt und gleichzeitig hat auch die direkte Konkurrenz Punkte liegen lassen. Was hast du deiner Mannschaft vor und nach dem Spiel mit auf den Weg gegeben? Und was war aus deiner Sicht gestern ausschlaggebend dafür, dass wir am Ende verdient die drei Punkte eingefahren haben?

Julian Stöhr: Wir haben der Mannschaft mitgegeben, dass wir an das anknüpfen müssen, was wir gegen Hilden gezeigt haben. Wir wussten, dass das auch gegen Ratingen ausreichen wird. Ratingen tut sich in Topspielen unfassbar schwer. Wenn man sich die Spiele gegen die Teams auf Platz zwei, drei, vier und fünf anschaut, haben sie aus acht Spielen nur neun Punkte geholt – das ist kein guter Schnitt. Sie punkten konstant über ihre individuelle Qualität gegen Mannschaften aus dem unteren Bereich.

Wir dagegen haben gegen die Teams auf Platz fünf, vier, drei und jetzt auch eins insgesamt 16 Punkte aus sieben Spielen geholt. Da sieht man einfach den Unterschied. Uns war klar: Wenn wir ihre individuelle Qualität durch Intensität ausschalten, dann werden wir als Sieger vom Platz gehen. Außerdem wussten wir, dass sie aufgrund der Zuschauer nervös sein würden, das hat man gerade zu Beginn gemerkt. Daher ein riesiges Kompliment an die Mannschaft und natürlich auch an die Fans.


Frage: Die Saison geht in die entscheidende Phase, bei noch fünf ausstehenden Spielen befinden wir uns in einer sehr guten Ausgangsposition, auch dank des Vorteils im direkten Vergleich gegenüber Ratingen und Hilden. Zudem ist sowohl zuhause als auch auswärts eine spürbare Euphorie auf den Tribünen zu erkennen. Wie bewertest du unser Restprogramm? Welche Schwerpunkte werden in den kommenden Wochen und Trainingseinheiten gesetzt und an welchen Stellschrauben wollt ihr noch gezielt drehen?

Julian Stöhr: Das Restprogramm ist gar nicht so leicht. Wir spielen noch in Schonnebeck, dann gegen Meerbusch auf Kunstrasen und somit ungewohnterem Geläuf. Außerdem haben wir mit Kleve noch eine Mannschaft, die gegen den Abstieg kämpft. Bei Dingden ist es so, dass viele denken, wir hauen sie einfach weg, aber das wird eine schwierige Aufgabe. Sie haben sich mittlerweile stabilisiert und eine gute Mannschaft. Für sie ist das natürlich dazu ein Highlight-Spiel. Auf den letzten Spieltag schaue ich aktuell noch gar nicht.

Die Euphorie ist natürlich schön, die wir gerade in der Rückrunde entfacht haben. Wir haben bereits 27 Punkte gesammelt, während wir in der Hinrunde nach 17 Spielen 29 Punkte hatten. Man sieht also die Entwicklung der Mannschaft. Wir wollen die Fans weiterhin mitnehmen und brauchen ihre Unterstützung.

Was die Trainingsinhalte angeht, schaue ich immer von Gegner zu Gegner. Ich lege mich nicht fest, sondern analysiere die Stärken und Schwächen des nächsten Gegners. Dann greifen wir ein bis zwei Schwerpunkte heraus und arbeiten gezielt daran.


Frage: Mit BW Dingden wartet als nächster Gegner ein Aufsteiger, welcher bislang eine starke Saison spielt. Was zeichnet die Mannschaft aus und worauf wird es ankommen, damit wir die nächsten drei Punkte zuhause behalten?

Julian Stöhr: Dingden verteidigt sehr gut und ist nicht unverdient so gut positioniert in der Tabelle. Sie verfügen über eine gute individuelle Qualität im Kader. Für uns ist es wichtig, nach den beiden Top-Spielen gegen Hilden und Ratingen wieder den richtigen Fokus zu finden. In der Hinrunde war es teilweise so, dass wir nach starken Spielen mental etwas nachgelassen haben, das darf jetzt nicht mehr passieren.

Wir dürfen uns keinen Ausrutscher mehr erlauben und Dingden auf keinen Fall unterschätzen. Das ist die größte Gefahr, denn sie haben definitiv Qualität. Wenn wir jedoch an unsere Leistungsgrenze gehen und die Leistungen aus den letzten beiden Spielen bestätigen, dann sehe ich uns als Sieger vom Platz gehen.

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