Zusammen für den KFC!

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Uerdingen im Schalker Parkstadion

Treue. Liebe. Tradition.

Die Spiele im Gelsenkirchener Parkstadion bedeuten für die Uerdinger die Rückkehr an eine legendäre Spielstätte, in der sie 1983 sensationell den Aufstieg in die Bundesliga feiern konnten.

Die Schalker Kultstätte, die einst über 70.000 Zuschauern Platz bot, war von 1973 bis 2001 Heimstätte der königsblauen Profis und dient nach einem Umbau seit der vergangenen Saison der zweiten Mannschaft und einigen Jugendmannschaften der Knappen als Spielstätte. Zwischen 1976 und 1996 bestritt Uerdingen dort insgesamt 13 Pflichtspiele (10x Bundesliga, 1x 2. Bundesliga, 1x Relegation, 1x DFB-Pokal). Wir blicken auf die wichtigsten dieser Begegnungen zurück.

Elfmeter-Ärger beim ersten Spiel im Parkstadion

Beim ersten Gastspiel im Parkstadion am 15. April 1976 unterlagen die Uerdinger deutlich mit 1:5, verkauften sich aber wesentlich besser, als es das Endergebnis vermuten lässt. Die 1. Halbzeit gehörte klar den Schalkern, die zur Pause durch Tore von Helmut Kremers und Klaus Fischer verdient mit 2:0 führten. Die Halbzeitansprache von Klaus Quinkert zeigte aber offensichtlich Wirkung, denn im zweiten Durchgang dominierten zunächst die Uerdinger das Spiel und kamen in der 65. Minute nach einer Flanke von Luggi Lurz durch Franz Raschid zum 1:2-Anschlusstreffer. In der Folgezeit lag der Ausgleich in der Luft, als Schiedsrichter Eberhard Schmoock eine Viertelstunde vor Schluss bei einem Zweikampf zwischen Lothar Prehn und Erwin Kremers zum Unmut und Unverständnis der Uerdinger auf Elfmeter für die Gastgeber entschied. Diesen verwandelte Klaus Fichtel zum vorentscheidenden 3:1. In der Schlussphase sorgten Branko Oblak und Klaus Fischer für den 5:1-Endstand.

Fischer-Verletzung überschattet ersten Sieg im Parkstadion

Beim zweiten Aufeinandertreffen im Parkstadion am 22. März 1980 gelang den Uerdingern der erste Sieg in Gelsenkirchen. Nach der frühen Führung durch Klaus Fischer drehten die Uerdinger das Spiel noch vor der Pause durch Tore von Friedhelm Funkel und Jan Mattsson.

Der für Uerdingen so wichtige 2:1-Auswärtssieg, der damals ein Meilenstein für den späteren Klassenerhalt war, wurde von einer schweren Verletzung des Nationalspielers Klaus Fischer überschattet. Der Schalker Stürmer hatte sich bei einem Zweikampf mit Ludger van de Loo das Bein gebrochen und drohte für die Europameisterschaft im Sommer 1980 in Italien auszufallen. Obwohl es nicht einmal zu einem direkten Kontakt zwischen van de Loo und Fischer gekommen war und der Schiedsrichter die Partie zunächst weiterlaufen ließ, weil beide nur den Ball gespielt hatten, wurde der Uerdinger Verteidiger anschließend von vielen Knappen-Fans zum Buhmann gemacht. „Kostet uns das den Europameistertitel?“, fragte damals eine große Boulevardzeitung. Fischer verpasste zwar das Turnier, aber die DFB-Elf wurde trotzdem Europameister, und der für Fischer eingewechselte Horst Hrubesch schoss beim 2:1-Sieg im Finale beide Tore für Deutschland.

Uerdingen gewinnt einziges Pokalduell im Parkstadion

Im August 1980 kam es innerhalb einer Woche zu zwei weiteren Duellen im Parkstadion. Das Bundesligaspiel am 23. August 1980 gewannen die Knappen durch Tore von Wolfram Wuttke, Rolf Rüssmann und Kurt Jara verdient mit 3:1. Im anschließenden Aufeinandertreffen am 30. August 1980 gelang den Uerdingern im DFB-Pokal die sofortige Revanche. Tore von Franz Raschid (2x), Ralf Heym, Peter Ehmke und Ludger Kanders sorgten für einen spektakulären 5:2-Sieg in Gelsenkirchen, mit dem im Vorfeld niemand gerechnet hatte.

Wiedersehen in der 2. Bundesliga

Das einzige Gastspiel der Uerdinger im Parkstadion in der 2. Bundesliga fand am 23. April 1982 statt. Beide Mannschaften waren im Jahr zuvor aus dem Fußball-Oberhaus in die damals neu eingeführte eingleisige und erstmals gesamtdeutsch ausgetragene 2. Während sich die Uerdinger in der Saison 1981/82 überraschend schwer taten, schafften die Schalker unter ihrem neuen Trainer Siggi Held, der in der Saison zuvor gerade seine Karriere als Spieler in Uerdingen beendet hatte, souverän den sofortigen Wiederaufstieg in die Bundesliga. Auf dem Weg zur ersten deutschen Zweitligameisterschaft gewannen die Schalker auch das Heimspiel gegen Uerdingen durch Tore von Norbert Janzon (2x) und Harald Kügler mit 3:1.

Uerdingen feiert Aufstieg im Parkstadion

Im Anschluss an die Saison 1982/83 traf Uerdingen (als Dritter der 2. Bundesliga) in der Relegation auf Schalke (Drittletzter der Bundesliga). Das Hinspiel gewannen die Uerdinger überraschend mit 3:1 und hatten damit im Rückspiel am 19.06.1983 die große Chance, in die Bundesliga aufzusteigen. 60.000 Zuschauer verwandelten das Parkstadion in einen Hexenkessel und sahen eine sehr offensiv ausgerichtete Schalker Mannschaft. Die Knappen drängten von Beginn an auf das Uerdinger Tor, doch die gut eingespielte und dicht gestaffelte Uerdinger Abwehr ließ in der ersten Halbzeit kaum Chancen zu.

Nach der Pause drehten die bis dahin eher harmlosen Schalker auf und erspielten sich eine Reihe guter Chancen, scheiterten aber immer wieder am an diesem Tag überragenden Uerdinger Torhüter Werner Vollack. In dieser Phase versäumten es die Uerdinger, bei einem Konter den Sack vorzeitig zuzumachen. In der 63. Minute drohte das Spiel zugunsten der Hausherren zu kippen, als Manfred Drexler die Schalker mit 1:0 in Führung brachte. Angetrieben von der lautstarken Kulisse witterten die Königsblauen noch einmal ihre Chance, gleichzeitig schienen den aufopferungsvoll kämpfenden Uerdingern die Kräfte auszugehen. In der Folge hatten die Blau-Roten das Glück des Tüchtigen, vor allem als Werner Lorant in der 74.

Mitten in diese Drangphase der Gastgeber fiel in der 83. Minute plötzlich das erlösende 1:1 für die Uerdinger, das den endgültigen K.O. für die Knappen bedeutete. Nach schöner Vorarbeit von Norbert Hofmann vollstreckte der eingewechselte Michael Schuhmacher zum Ausgleich und wurde anschließend unter einer Traube jubelnder Uerdinger begraben. Das 1:1 auf Schalke machte den dritten Aufstieg in die Bundesliga nach 1975 und 1979 perfekt.

Bundesliga-Duelle Mitte der 80er Jahre

Nach dem Wiederaufstieg der Schalker kam es zwischen 1985 und 1987 zu vier weiteren Aufeinandertreffen im Parkstadion, die allesamt mit einem Sieg der Gastgeber endeten, obwohl die Uerdinger in allen vier Spielzeiten sportlich deutlich besser abschnitten als die Knappen. Am 3. April 1985 verdarb der junge Olaf Thon den Uerdingern mit einem Doppelpack beim 2:0-Heimsieg der Schalker die Generalprobe für das drei Tage später in Saarbrücken anstehende DFB-Pokal-Halbfinale (das die Uerdinger dann erfolgreicher gestalteten und damit den Weg zum späteren Pokalsieg ebneten).

Ein Jahr später sollte eine erneute Niederlage im Parkstadion eine weitere unglaubliche Erfolgsgeschichte einleiten. Am 8. Februar 1986 verlor Uerdingen auf schneebedecktem Boden durch zwei Tore von Klaus Täuber mit 0:2 gegen Schalke, startete dann aber eine Serie von zehn Siegen und zwei Unentschieden und blieb in der Bundesliga ohne weitere Niederlage, wodurch man als beste Rückrundenmannschaft noch auf den dritten Platz der Abschlusstabelle der Saison 1985/86 kletterte.

In den Spielzeiten 1986/87 und 1987/88 endeten die beiden Gastspiele der Uerdinger im Parkstadion jeweils mit einem 2:1-Heimsieg für den FC Schalke 04.

Bundesliga-Duelle Mitte der 90er Jahre

In den Jahren 1992, 1995 und 1996 folgten die letzten drei Gastspiele der Uerdinger im Parkstadion. In dieser Zeit ging die sportliche Schere zwischen beiden Vereinen immer weiter auseinander, denn die Schalker wandelten sich in dieser Zeit vom Konkurrenten um den Klassenerhalt zum Anwärter auf das internationale Geschäft. Beim Flutlichtspiel am 30. Oktober 1992 lagen die Uerdinger durch ein Tor von Markus Kranz lange in Führung, mussten aber sechs Minuten vor Schluss noch das 1:1 durch Mike Büskens hinnehmen, obwohl die Schalker nach einer Roten Karte für Günter Schlipper über eine Stunde lang in Unterzahl spielen mussten.

Das nächste Aufeinandertreffen am 22. April 1995 gewannen die Knappen durch Tore von Andreas Müller und Youri Mulder souverän mit 2:0. Vor dem letzten Aufeinandertreffen im Parkstadion am 16. März 1996 waren die Schalker haushoher Favorit. Unter Trainer Jörg Berger hatten die Königsblauen in der Saison 1995/96 nach dem Jahreswechsel einen Lauf und wurden als beste Rückrundenmannschaft am Ende Dritter. Damit qualifizierten sich die Schalker für den UEFA-Pokal, den sie ein Jahr später völlig überraschend gewannen. Im Heimspiel gegen Uerdingen reichte es allerdings nur zu einem 1:1. Der Schalker Führung durch Thomas Linke folgte der hochverdiente Ausgleich durch Stephan Paßlack. Es war einer der besten Auftritte der Uerdinger im Parkstadion. Der KFC überraschte die Gastgeber mit drei Stürmern und agierte offensiver als die von der Uerdinger Taktik etwas überrumpelten Hausherren.

Am 18. August 2020 war der KFC noch einmal zu einem Freundschaftsspiel im inzwischen umgebauten Parkstadion zu Gast. Dabei gewann der KFC als Drittligist sensationell mit 3:1 gegen die Schalker Bundesliga-Elf. Pusch (4.), van Ooijen (24.) und Großkreutz (73. Foulelfmeter) sorgten für eine 3:0-Führung, ehe der Schalker Ahmed Kutucu kurz vor Schluss noch das 1:3 erzielte.

Alle Uerdinger Pflichtspiele im Parkstadion

15.04.1976 Schalke – Uerdingen 5:1 / Bundesliga
22.03.1980 Schalke – Uerdingen 1:2 / Bundesliga
23.08.1980 Schalke – Uerdingen 3:1 / Bundesliga
30.08.1980 Schalke – Uerdingen 2:5 / DFB-Pokal
23.04.1982 Schalke – Uerdingen 3:1 / 2. Bundesliga
19.06.1983 Schalke – Uerdingen 1:1 / Relegation
03.04.1985 Schalke – Uerdingen 2:0 / Bundesliga
08.02.1986 Schalke – Uerdingen 2:0 / Bundesliga
02.09.1986 Schalke – Uerdingen 2:1 / Bundesliga
01.09.1987 Schalke – Uerdingen 2:1 / Bundesliga
30.10.1992 Schalke – Uerdingen 1:1 / Bundesliga
22.04.1995 Schalke – Uerdingen 2:0 / Bundesliga
16.03.1996 Schalke – Uerdingen 1:1 / Bundesliga
26.11.2021 Schalke U23 – Uerdingen 4:1 / Regionalliga-West

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