Fünf Siege in Folge haben den KFC Uerdingen in eine gute Lage versetzt, doch noch einmal in das Titelrennen der Oberliga Niederrhein einzusteigen. Logisch, dass KFC-Trainer Julian Stöhr am Sonntag, 10. Mai, daran anknüpfen möchte. Bei der Spielvereinigung (SpVg Schonnebeck) hängen die Trauben aber hoch. Wenn das Leder am Schetters Busch in Essen ab 15 Uhr rollt, trifft unser Team auf einen Gegner, der auch zwei Serien innehat. Seit vier Spielen haben die Schwalben nicht mehr verloren. Zudem konnten sie die vergangenen vier Heimspiele alle gewinnen – teilweise sogar sehr deutlich wie beim 8:2-Heimsieg gegen Baumberg.
„Wir sind gewarnt, aber auch gut vorbereitet“, sagt Stöhr, der mit Blick auf den Kunstrasen in Essen in dieser Woche auf gleichem Geläuf trainieren ließ. Das 1:0 aus dem Hinspiel am 15. November 2025 bedeutete seinerzeit den letzten Sieg einer sieben Spiele lang währenden Serie von ungeschlagenen Spielen, Ole Päffgen hatte getroffen. Eine Woche später folgte der Dämpfer in Kleve (0:1).
Dreier- oder Vierer-Kette?
Damit es nun zu keinem Ende der KFC-Serie kommt, musste Stöhr im Training ein wenig improvisieren. „Ihr Trainer Dirk Tönnies, den ich sehr gut kenne und schätze, lässt normalerweise mit Dreier-Kette spielen. Sie mussten in Büderich aber nach 20Minuten schon auf Vierer-Kette umstellen. Und nun ist natürlich nicht klar, wie sie gegen uns agieren werden. Wir haben uns entsprechend auf beide System vorbereitet. Meine Jungs kennen die Stärken und Schwächen des gegnerischen Teams, auch dank unserer Video-Analyse. Aber wie auch immer: Wir wollen unseren Stil beibehalten und diesen dem Spiel aufdrücken.“
Dass der Gegner von einem gewissen Kaliber sei, wisse das Team natürlich. Und auch hier wähnt sich Stöhr auf einem guten Weg. „Es handelt sich um einen der Gegner aus den Top5. Ich habe mir die Mühe gemacht, eine Tabelle dieser Top5-Mannschaften anzufertigen. Diese führen wir mit 16 Punkten an, was ich meinen Spielern mitgegeben habe. Natürlich zählt am Ende die richtige Tabelle, die uns aber auch zeigt, dass man immer mit vollem Einsatz und voller Leidenschaft spielen muss, um ganz oben zu stehen. Das haben wir bekanntlich leider nicht immer geschafft.“
Selbstvertrauen getankt
Stöhr sieht aber auch, dass das Team noch einmal anders auftritt als noch vor einigen Wochen. Chancen werden genutzt und in Tore umgemünzt. „Es ist schön, dass sich die Jungs belohnen, wenn auch noch nicht vollends. Es geht viel um das Thema Selbstvertrauen, was wir mittlerweile aber haben.“
Beim Unterfangen, gegen den Tabellen-Fünften zu punkten, können nahezu alle mitwirken. Derick Gymafi hat wieder trainiert, auch Justin Möllering ist zurück. Jesse Sierck hat seine Sieben-Spiele-Sperre abgesessen. Lediglich Ulrich Bapoh muss weiterhin passen.

