Harmonische Mitgliederversammlung wählt Ehren- und Verwaltungsrat

Treue. Liebe. Tradition.

Die Mitglieder des KFC Uerdingen haben auf der Mitgliederversammlung am Freitag, 20. März, den Ehren- und Verwaltungsrat neu gewählt. In den Ehrenrat wurden Christoph Dahmen, Christoph Epping, Jörg Gredig, Michael Föllmer, Marius Savic, Frank Strater und Christian Walter gewählt. Strater gehörte dem Gremium bereits an.

In den Verwaltungsrat wurden Tim Finke, Jörg Heydel, Eberhard Stock, Jörg Wieczorek und Christoph Pietsch gewählt. Vorsitzender Norbert Philipp dankte den ausgeschiedenen Mitgliedern für ihre Tätigkeit und beglückwünschte die neuen Amtsträger. Das Plenum ernannte zudem den ehemaligen Mannschaftsarzt Dr. Herbert Steinhauer als neues Ehrenmitglied.

Philipp, der mit seiner Vorstands-Mannschaft erst wenige Wochen im Amt ist, berichtete, dass man daran arbeite, einen Wirtschafts-Beirat und einen Fan-Beirat zu installieren. Beide sollen dem Vorstand beratend zur Seite stehen. Ebenso soll es eine Satzungskommission geben. Im sportlichen Bereich werde eine zweite Mannschaft ins Leben gerufen, um den Sprung von der Jugend in die erste Mannschaft zu vereinfachen.

„Wir haben zudem vor einigen Wochen die Gespräche mit unseren bisherigen Sponsoren aufgenommen, mit dem Ziel, diese auch in der kommenden Spielzeit an unserer Seite zu haben. Die Neuakquise läuft parallel dazu. In Sachen Insolvenzverfahren kann ich berichten, dass wir dieses zeitnah, spätestens im Mai zusammen mit dem Insolvenzverwalter Thomas Ellrich zum Abschluss bringen wollen“, so Philipp.

Einblick in die Finanzen

Finanz-Vorstand Dirk Mewesen gab einen kurzen Einblick in die Finanzen seit dem Jahr 2022, bat aber um Verständnis dafür, dass aus dem Vorstand keine vollständigen und detaillierten Ergebniszahlen aus diesem Zeitraum vorliegen. Mewesen: „Die umfassende Aufarbeitung der wirtschaftlichen Situation obliegt dem Insolvenzverwalter. Insofern verweisen wir an dieser Stelle ausdrücklich auf dessen Bericht, der die maßgebliche Grundlage für die Bewertung der vergangenen Geschäftsjahre darstellt.“ Er zitierte aus dem aktuell vorliegenden Insolvenzplan: „Aus dem Abschluss 2022 und den betriebswirtschaftlichen Auswertungen per 30. Juni 2023 und 30. Juni 2024, jeweils mit kumuliertem Ergebnis, ergibt sich, dass der Verein seit der Entschuldung im Insolvenzplanverfahren Anfang 2022 durchweg nicht in der Lage war, ein ausgeglichenes oder gar positives operatives Ergebnis zu erwirtschaften. Das Geschäftsjahr 2022 endet mit einem operativen Verlust in Höhe von 399.431,42 Euro, bei erzielten Gesamterlösen in Höhe von 1.143.604,81 Euro. Per 30. Juni 2023 kamen weitere Verluste in Höhe von 288.642,65 Euro hinzu, gefolgt von Verlusten für die Zeit vom 01. Juli 2023 bis 30. Juni 2024 in Höhe von 137.451,11 Euro bei Gesamterlösen von 1.500.301,45 Euro in der letzten Spielsaison 2023/2024. Kumuliert waren mithin beim Schuldner bis zum Beginn der Spielsaison 2024/2025 Verluste von 825.525,18 Euro aufgelaufen, die sich bis zur Verfahrenseröffnung (am 1. April 2025) noch deutlich, auf mehr als 2 Mio. Euro, erhöht haben.“

Auch aufgrund dieser Zahlen verwehrten die Mitglieder den Vorständen aus diesen Jahren die Entlastung – und zwar einstimmig. Der bisherige Verwaltungsrat wurde dagegen mehrheitlich entlastet.

Ebenfalls mehrheitlich entschieden die Mitglieder, die Mitgliedergebühren leicht anzuheben – das war 2011 zuletzt geschehen.

Informative Aussprache zum Ende der Versammlung

Zum Ende der Versammlung kam es zur Aussprache mit den Mitgliedern. So teilte Philipp mit, dass der Verein eine Lizenz zu Regionalliga beantragen werden. „Ein Aufstieg wird es aber nur geben, wenn alle drei Säulen stimmen: Wir brauchen eine entsprechende Struktur im Verein, die notwendige Finanzierung und natürlich auch die sportliche Legitimation.“ Im Bereich des Mitgliederwesens konnte das neu gewählte Ehrenrats-Mitglied Christian Walter Informationen liefern. „Nachdem wir uns nun endlich in dieses Thema einarbeiten konnten, haben wir 19 Kündigungen und ein verstorbenes Mitglied festgestellt. Demgegenüber stehen 60 Anträge auf Mitgliedschaft. Diese können wir entsprechend bearbeiten, wenn die Insolvenz durch ist.

Zuletzt hatte der Verein die Gemeinnützigkeit verloren. Ein Antrag, diese wiederzuerlangen, ist gestellt. Philipp: „Wir warten auf eine positive Antwort. Die Gemeinnützigkeit ist unter anderem wichtig für die Ehrensamtpauschale oder um Spenden entgegen nehmen zu können.“

Beim Thema Grotifant konnte der Vorsitzende berichten, dass man an dem Thema dran sei und man rechtliche Klarheit haben möchte, bevor das beliebte Maskottchen sein Comeback feiern könne.

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