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Der KFC trauert um Hans-Dieter Tippenhauer

Wie erst heute bekannt wurde, ist unser ehemaliger Manager und Trainer Dr. Hans-Dieter Tippenhauer Anfang April im Alter von 77 Jahren in Hamburg gestorben.

Als Paul Hufnagel 1980 in den Ruhestand ging übernahm Tippenhauer den Posten des Managers. Zuvor hatte er sehr erfolgreich als Trainer bei Fortuna Düsseldorf (Pokalsieg, Europapokalfinale), sowie Arminia Bielefeld (Aufstieg in die Bundesliga) gearbeitet und sollte nun in Uerdingen nicht nur helfen eine neue erfolgreiche Mannschaft aufzubauen, sondern auch das ganze Umfeld zu professionalisieren.
Dabei ging Tippenhauer ganz neue Wege und startete einige innovative Projekte, die Anfang der 80er Jahre in Deutschland noch eher die Ausnahme waren. So installierte er beispielsweise den ersten Fanshop auf der Rheinstraße, um eine zentrale Anlaufstelle für die Fans zu schaffen. Er rief das über viele Jahre erfolgreich veranstaltete Hallenturnier in der Glockenspitzhalle ins Leben und organisierte Fantreffen und Besuche der Mannschaft in Krefelder Schulen. Sein Engagement ging sogar soweit, dass er sich bei einem Heimspiel selbst unter die Zuschauer mischte, um eine umfassende Umfrage durchzuführen, ob bei Freitagsspielen 19:30 Uhr oder 20:00 Uhr die beliebtere Anstoßzeit bei den Fans ist.
Auch im sportlichen Bereich leistete er herausragende Arbeit. In seiner Amtszeit wurden einige der späteren Pokalsieger geholt, Trainer Timo Konietzka verpflichtet und die Jugendabteilung erfolgreich umstrukturiert. Als er nach der Winterpause der Saison 1982/83 die Rückkehr in die Bundesliga gefährdet sah, musste Trainer Biskup gehen und er selbst übernahm die Mannschaft. Mit Erfolg, denn unter seiner Leitung erreichte das Team die Relegation und setzte sich in den Aufstiegsspielen sensationell gegen den Bundesligisten FC Schalke 04 durch.
Aufgrund der so erfolgreichen Arbeit als Manager in Uerdingen wurden andere Bundesligaclubs auf Tippenhauer aufmerksam. Als er während der Saison 83/84 von Borussia Dortmund umworben wurde, folgte er schließlich dem Lockruf des BVB und holte zur neuen Saison auch Trainer Timo Konietzka nach Dortmund. Dort wurde das Duo allerdings bereits nach wenigen Monaten entlassen. Tippenhauer zog sich daraufhin aus dem Fußballgeschäft zurück, wohnte lange im münsterländischen Ladbergen und promovierte im Jahre 2010 an der Universität Münster mit dem Thema „Wahrgenommener Einfluss von Führungsspielern in der Fußball-Bundesliga“, wofür er die Doktorwürde erhielt. Zuletzt wohnte er in Hamburg und leitete dort eine erfolgreiche PR-Agentur.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Freunden.

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