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#TBT: Ex-Trainer Jürgen Luginger

Auch diesen Donnerstag werfen wir wieder einen Blick zurück in die Uerdinger Vereinshistorie. Diesmal geht es beim „Throwback Thursday“ um unseren ehemaligen Trainer Jürgen Luginger, der seit Mitte Juli als Sportdirektor bei unserem kommenden Gegner 1. FC Saarbrücken tätig ist (Samstag, 14 Uhr in der Merkur Spiel-Arena).

Als Spieler galt Jürgen Luginger als eines der größten deutschen Talente und wechselte im Alter von 18 Jahren vom TSV 1860 München zu Bayer Leverkusen (1986). Da ihm dort nicht der Durchbruch gelang ging er nur ein Jahr später (1987) zum damaligen Zweitligisten Fortuna Düsseldorf. Dort spielte er sich in den Fokus des FC Schalke 04, mit dem er 1991 in die Bundesliga aufstieg. Nach insgesamt sechs Jahren auf Schalke folgten die Stationen Hannover 96 (1994-95), Waldhof Mannheim (1995-97), 1. FC Saarbrücken (1997-98) und Rot-Weiß Oberhausen (1998-2004). Insgesamt bestritt er 84 Bundesliga- und 370 Zweitliga-Spiele.
In Oberhausen sammelte er erste Erfahrungen im Trainergeschäft als Co von Harry Pleß und Eugen Hach und half in einem Spiel sogar als Interimstrainer aus. Anschließend nahm er erfolgreich am DFB-Lehrgang zum Fußballlehrer teil.

Im März 2006 wurde der frischgebackene Fußballlehrer beim KFC als neuer Trainer vorgestellt. Luginger wurde Nachfolger von Wolfgang Maes und kam in einer sehr schwierigen Situation nach Uerdingen. Der KFC war durch einen Zwangsabstieg in der seinerzeit viertklassigen Oberliga Nordrhein gelandet. Statt des angestrebten Wiederaufstiegs spielten die Uerdinger eine enttäuschende Saison und auch unter dem neuen Coach fand man nicht in die Erfolgsspur zurück.
Nach einer 3:1 Niederlage in Junkersdorf bei Lugingers Debüt, verlor er auch sein erstes Heimspiel (unter der Woche gegen den FC Wegberg-Beeck), ehe er wenige Tage später zu Hause gegen die Reserve des Wuppertaler SV vor nur noch 819 Zuschauern in der Grotenburg seinen ersten Punkt als KFC-Trainer einfuhr. Bis zu seinem ersten Sieg mit Uerdingen dauerte es aber sogar bis zum letzten Spieltag, als man durch ein Tor von Patrick Ziegler mit viel Mühe gegen den 1.FC Bocholt mit 1:0 gewinnen konnte und die Spielzeit damit als Tabellen-Elfter abschloss.

Im Sommer 2006 stellte der gebürtige Bayer eine fast komplett neue Mannschaft zusammen und zeigte dabei ein gutes Händchen. Da der KFC seinerzeit gerade erst ein Insolvenzplanverfahren hinter sich gebracht hatte, war man in Sachen Kaderplanung finanziell entsprechend eingeschränkt. So baute Luginger zwangsläufig auch auf junge und unbekannte Akteure wie Dennis Geiger, Mahir Savranlioglu, Sven Kegel oder Matthew Mendy. Zudem war die Personaldecke recht dünn. In der Defensive war die Personalsituation zu Beginn der Saison 2006/07 so angespannt, dass sich Luginger sogar selber als Spieler aufstellen musste. Zwei Jahre nach seinem Karriereende absolvierte der damals 39-Jährige daher noch einmal elf Partien in der KFC-Abwehr, bevor er zur Winterpause endgültig seine Schuhe an den Nagel hängte.

Die Mannschaft zeigte überwiegend gute Auftritte und der KFC hätte daher den Vertrag des Trainers sehr gerne verlängert. Doch Luginger hatte andere Pläne und folgte stattdessen dem Ruf seines ehemaligen Clubs Rot-Weiß Oberhausen. Nach drei Spielzeiten bei den Kleeblättern und drei weiteren Jahren als Trainer beim 1.FC Saarbrücken, übernahm Luginger die Zweitvertretung von Bayer Leverkusen und anschließend die U23 des FC Schalke 04.
Im April 2017 unterschrieb er schließlich beim FC 08 Homburg, den er nach der souveränen Oberliga-Meisterschaft in der Saison 2017/18 auch auf Anhieb als Spitzenteam in der Regionalliga Südwest etablieren konnte. Im Juli 2020 trat er überraschend zurück und wurde Sportdirektor beim 1. FC Saarbrücken.

Aufgrund der dünnen Personaldecke feierte Jürgen Luginger sein Comeback als Spieler
Der KFC Uerdingen war die erste Trainerstation von Jürgen Luginger

 

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