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#TBT Ex-Präsident Dr. Albert Olbermann

Auch diesen Donnerstag werfen wir wieder einen Blick zurück in die Uerdinger Vereinshistorie. Diesmal wollen wir beim „Throwback Thursday“ an unseren ehemaligen 1. Vorsitzenden Dr. Albert Olbermann erinnern. Kaum eine Persönlichkeit hat den Club in seiner fast 115-jährigen Geschichte so geprägt wie er.

Als es im Herbst 1953 zu Verhandlungen zwischen den Werkssportgruppen der Farbenfabriken Bayer Uerdingen und dem FC Uerdingen 05 über eine mögliche Vereinigung kam, wurden die Werkssportler durch Dr. Albert Olbermann, den Leiter der Sozial- und Personalabteilung der Uerdinger Bayer-Werke, vertreten. Am 17. Oktober 1953 einigte man sich über eine „Fusion“ und den neuen Vorstand, an dessen Spitze Dr. Olbermann gewählt wurde. Schon bald entpuppte sich diese Entscheidung als regelrechter Glücksgriff, denn Dr. Olbermann verstand es hervorragend, den schnell wachsenden Verein mit viel Umsicht und Übersicht zu leiten. Sein Führungsstil, seine Teamfähigkeit und vor allem sein ausgezeichnetes Verhältnis zu den Sportlern zeichneten ihn als 1. Vorsitzenden des damals größten Krefelder Sportvereins aus.
Er war vor allem federführend bei der langsamen Professionalisierung des Uerdinger Fußballs und legte mit umsichtigen Entscheidungen die Grundlage für spätere Erfolge. So holte er sich Ende der 50-er Jahre mit Ex-Profi Paul Hufnagel zusätzliche sportliche Kompetenz ins Boot, die sich schon bald auszahlen sollte. Nachdem 1962 das Ziel Aufstieg nur knapp verpasst wurde, gelang 1963 unter dem Trainer Hufnagel der Sprung in die Verbandsliga. Später wurde Hufnagel zum Abteilungsleiter Fußball gemacht und fungierte noch bis 1981 als eine Art Manager der 1. Mannschaft.
Nicht zuletzt Dr. Olbermann hatte es der Verein zudem zu verdanken, dass ihm 1962 mit der Errichtung der Sportanlage am Löschenhofweg eine hervorragende neue sportliche Heimat gegeben wurde. Das Haus, in dem bis 1995 das Vereinsleben stattfand, trägt noch heute seinen Namen.
Unter seiner Führung stieg der Verein von den Niederungen der Bezirksklasse bis in die 2. Liga auf. Leider konnte er den Triumph des Bundesliga-Aufstieges 1975 nicht mehr miterleben, denn er erlitt wenige Wochen vor seiner Pensionierung einen Herzinfarkt und verstarb am 5. Juni 1974 im Alter von 64 Jahren.
Ohne den Visionär und Wegbereiter Dr. Albert Olbermann wären die späteren Erfolge der Uerdinger im Profifußball nicht möglich gewesen.

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