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KFC verpasst den Sieg in Magdeburg

<b> Remis am Freitagabend im Magdeburg </b>

Nach dem 0:0 gegen den SV Meppen musste der KFC sich auch am Freitagabend in Magdeburg erneut die Punkte teilen. Die Krefelder gingen in der ersten Halbzeit nach einem Traumtor von Christian Dorda in Führung. Nach der Pause bekam der 1. FC Magdeburg einen mehr als schmeichelhaften Elfmeter und erzielte den Ausgleich durch Gjasula. Am Ende war der KFC zwar mehr am Drücker, musste aber erneut eine Punktteilung hinnehmen.

Für Trainer Stefan Krämer war es ein besonderes Spiel. Er kehrte zurück zu seinem alten Arbeitgeber, bei dem er noch bis Dezember letztens Jahres an der Seitenlinie coachte. Krämer betonte bereits vor Anpfiff, dass ein spannendes Spiel zu erwarten ist: „Was wir auf jeden Fall sagen können, ist dass wir in der Liga noch wenig Stabilität sehen. Es gibt nur eine Mannschaft, die beide Spiele gewonnen hat. Wir erwarten ein enges, intensives Spiel." Dieses Versprechen sollte auch gehalten werden.

René Vollath zeigte zuletzt eine souveräne Leistung. Auch im heutigen Spiel stand er wieder für Lukas Königshofer im Tor. Außerdem musste Krämer auf Kevin Großkreutz und Jean-Manuel Mbom verzichten. Jan Kirchhoff und Rijad Kobiljar befinden sich auf dem Weg der Besserung in einer Reha, standen allerdings in diesem Spiel dem Coach noch nicht zur Verfügung. Der Einsatz von Tom Boere war zunächst fraglich, er stand dann aber doch in der Startelf.  Krämer nahm insgesamt fünf Veränderungen in der Startelf vor: Für Bittroff, Daube, Ibrahimaj und Grimaldi bekamen Barry, Pflücke, Evina und Girdvainis die Chance.

Zu Beginn des Spiels schienen beide Mannschaften nicht viel riskieren zu wollen. Dann bekam Tom Boere die Chance, den KFC in Führung zu bringen. Ein Fehlpass der Magdeburger landete direkt vor seinen Füßen. Der Schuss ging dann aber leider direkt Richtung Behrens (7.). Wenige Minuten später bekamen die Uerdinger die nächste gute Möglichkeit. Patrick Plücke brachte den Pass auf Osawe, dem es nicht gelang den Ball unter Kontrolle zu bekommen und war es kein Problem für die Magdeburger zu klären  (10.). Beide Teams erarbeiteten sich kleine Chancen, die allerdings nicht zum Erfolg führten.

In der 25. Spielminute gab es dann einen großen Aufreger. Mario Kvesic kam im Strafraum zu Fall. Die Magdeburger forderten vehement Elfmeter, doch die Unparteiische entschied richtigerweise dagegen. Der Fußballclub aus Magdeburg schien mehr Druck aufzubauen. Nach einem Freistoß brachte Kvesic den Ball flach durch den Strafraum, für Keeper Vollath jedoch kein Problem. Dann drehte der KFC auf. Tom Boere brachte die Flanke in den Strafraum, Evina köpfte den Ball zurück in Richtung Tor und dann war es Christian Dorda der den Ball in die rechte obere Ecke zimmerte (39.). 1:0 Für den KFC! Kurz vor der Pause versuchte es Magdeburg noch einmal. Conteh gab den Pass auf Beck, der stand allerdings im Abseits (43.).

Der KFC kam mit breiter Brust und einer 1:0-Führung im Gepäck zurück aus der Kabine. Die Uerdinger wollten direkt an das starke Ende der ersten Hälfte anknüpfen. Plücke steckte durch auf Boere, allerdings fehlt ihm etwas Kraft und war somit für den Keeper leicht zu klären (48). Die Magdeburger hatten noch nicht aufgebeben. Rico Preißinger brachte den Ball auf den Kasten von René Vollath, der sich lang machen musste und den Ball mit den Fingerspitzen klären konnte (52.). Dann passierte es jedoch doch noch: Nach einem leichten Kontakt mit Lukimya im Strafraum kam Beck zu Fall. Die Unparteiische entschied dieses Mal auf Elfmeter. Gjasula wählte die linke Ecke, darauf hatte auch Vollath spekuliert. Vollath machte sich lang und kam gerade noch so mit den Fingerspitzen dran, um den Ball gegen den Pfosten zu lenken. Von dort aus rollte der Ball dann aber doch noch ins Tor zum Ausgleich für den 1. FC Magdeburg (55.).

Der KFC ergab sich allerdings nicht seinem Schicksal. Der eingewechselte Christian Kinsombi hämmerte den Ball direkt auf den Kasten. Behrens lenkte den Ball mit letzter Kraft um den Pfosten (64.). Der KFC hatte die größeren Anteile der Partie, konnte diese aber nicht in ein Tor umsetzen. Pflücke versuchte es aus der Distanz (66.), Barry schoss rechts vorbei (69.) und später war es noch einmal Pflücke, der dann weit über das Tor zielte (74.).

Am Ende wollte der KFC die drei Punkte zwar deutlich mehr, muss sich allerdings mit einem Punkt an diesem Abend zufrieden geben. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht", befand Trainer Krämer. "Der Elfmeter war jedoch eine Lachnummer."

Am kommenden Dienstag empfängt der KFC den TSV 1860 München in der Merkur Spiel-Arena. Los geht’s um 19.00 Uhr.

Uerdingen:

Vollath - Lukimya, Maroh, Dorda, Barry – Matuschyk (61. Daube), Pflücke, Girdvainis (73. Bittroff), Evina (73. Rodiguez) - Osawe (58. Kinsombi), Boere

Schiedsrichterin: Riem Hussein

Tore: 0:1 Daube (39.), 1:1 Gjasula (55.)

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