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#TBT: Trainerlegende Timo Konietzka

Auch diesen Donnerstag werfen wir wieder einen Blick zurück in die Uerdinger Vereinshistorie. Diesmal geht es beim „Throwback Thursday“ um unseren ehemaligen Trainer Timo Konietzka, dessen Todestag sich heute zum achten Mal jährt.

Konietzka wurde nach dem Bundesligaaufstieg 1983 Trainer in Uerdingen. Die Mannschaft galt vor der Saison 1983/84 als Abstiegskandidat Nr. 1, aber Konietzka ließ sein Team herzerfrischenden Offensivfußball spielen und die Uerdinger stürmten zu Beginn der Saison sogar für mehrere Spieltage an die Tabellenspitze der Bundesliga. „Wir gewinnen lieber 5:2 als 1:0“ lautete der Leitspruch des Uerdinger Trainers, der es in kurzer Zeit geschafft hatte, dass die Spieler sein System und seine Philosophie verinnerlichen.

Die hervorragende Arbeit von Konietzka weckte bei der Konkurrenz natürlich schnell Begehrlichkeiten. Schon im Herbst 1983 wurde er von seinem ehemaligen Club Borussia Dortmund umworben, für den er 1963 als Spieler das erste Tor der Bundesligageschichte erzielt hatte. Nachdem es dem BVB bereits gelungen war, den Uerdinger Manager Hans-Dieter Tippenhauer abzuwerben, schafften es die Dortmunder in der Folge schließlich auch noch, sich die Dienste von Trainer Konietzka zur neuen Saison zu sichern.

Dass die Väter der jüngsten Erfolge den Verein verließen, war damals ein großer Schock für die Blau-Roten, doch Uerdingen setzte seinen Höhenflug unter dem neuen Trainer Kalli Feldkamp in der Saison 1984/85 fort und holte am Ende der Spielzeit sogar den DFB-Pokal – sicherlich auch weil Konietzka dafür die Grundlagen gelegt hatte. Das nach Dortmund gewechselte Duo sollte seine Entscheidung schnell bereuen, denn dort wurden sie bereits nach wenigen Monaten entlassen.

Konietzka zog es daraufhin wieder in die Schweiz, wo er schon zu Beginn seiner Trainerkarriere große Erfolge gefeiert hatte. Ende November 1990 kehrte er noch einmal als Trainer nach Uerdingen zurück, um den Club vor dem drohenden Abstieg aus der Bundesliga zu retten. Leider ohne Erfolg. Zwei Spieltage vor Saisonende überwarf sich Konietzka mit Manager Magath und stand dem Verein für den Neuaufbau in der 2. Bundesliga nicht mehr zur Verfügung. Sein Nachfolger wurde damals der von ihm installierte Co-Trainer Friedhelm Funkel.

Konietzka ging anschließend erneut zurück in die Schweiz, wo er zusammen mit seiner Frau Claudia das Gasthaus „Ochsen“ in Brunnen am Vierwaldstättersee betrieb und sich als freier Mitarbeiter der schweizerischen Tageszeitung Blick betätigte.
Nachdem bei ihm ein unheilbares Gallengangskarzinom festgestellt worden war, setzte Konietzka am 12. März 2012 mit Hilfe der Schweizer Sterbehilfeorganisation Exit seinem Leben ein Ende.

Zur Person

  • Am 2. August 1938 in Lünen geboren.
  • Gestorben am 12. März 2012 in Brunnen, Schweiz.
  • Spieler bei Borussia Dortmund, 1860 München, FC Winterthur und FC Zürich.
  • 9 Länderspiele (3 Tore) für die deutsche Nationalmannschaft (1962 bis 1965).
  • Trainer beim FC Zürich, YB Bern, Grasshoppers, Kassel, Uerdingen & Dortmund
  • Erfolge als Spieler & Trainer:
    - Deutscher Meister 1963 & 1966
    - DFB-Pokalsieger 1965
    - Schweizer Meister 1974, 1975, 1976 & 1982
    - Schweizer Pokalsieger 1972, 1973 & 1976
Timo Konietzka bei seiner zweiten Amtszeit in Uerdingen
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