Legenden-Kader mit vielen neuen Gesichtern

Am Samstag findet ab 17:30 Uhr der 3. Krefelder Budenzauber im KönigPalast statt. Beim Hallenturnier der Traditionsmannschaften nehmen auch dieses Jahr wieder die „Uerdinger Legenden“ teil.

Das Uerdinger Team trifft in Gruppe B auf die Traditionsmannschaften von Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04. In Gruppe A kämpfen Borussia Mönchengladbach, der  1. FC Köln und der MSV Duisburg um den Einzug ins Halbfinale.

In diesem Jahr dürfen sich die KFC-Fans auf einige neue Gesichter in Reihen der Uerdinger Legenden freuen, die in den vergangenen beiden Jahren noch nicht dabei waren. Allen voran sind hierbei Werner Buttgereit und Wolfgang Schäfer zu nennen, die beide nicht nur Teil der Uerdinger Pokalsieger Mannschaft von 1985 waren, sondern beim damaligen Endspiel in Berlin ganz wesentlichen Anteil an dem legendären 2:1-Sieg über den FC Bayern München hatten.Werner Buttgereit schaltete seinerzeit den Bayern-Spielmacher Lothar Matthäus komplett aus und bereitete beide Uerdinger Treffer vor.  Wolfgang „Cup“ Schäfer erzielte damals den 2:1-Siegtreffer und übernachtete anschließend mit dem „Pott“ im Bett.

Der Kader der Uerdinger Legenden im Einzelnen:

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Werner Buttgereit

Werner Buttgereit begann seine Bundesliga-Karriere unter Rolf Schafstall beim MSV Duisburg, ehe er zur Spielzeit 81/82 nach Uerdingen wechselte. Bei „Bayer 05“ gelang Buttgereit zwei Spielzeiten später als absoluter Leistungsträger die Rückkehr in die 1.Liga, sowie wiederum zwei Jahre danach der Sieg des DFB-Pokals. Auch in vielen Europacup-Partien des Vereins, wie beim „Jahrhundertspiel“ gegen Dynamo Dresden im März 1986, war Buttgereit mit von der Partie und gilt somit zu Recht als eine der prägenden Figuren der erfolgreichsten Uerdinger Zeit. Seinen letzten Auftritt für Uerdingen hatte der Defensivakteur schließlich im Oktober 1987, als er bei einem 0:0 bei Bayer Leverkusen für Friedhelm Funkel eingewechselt wurde. Er absolvierte insgesamt genau 200 Spiele (7 Tore) für den Verein. 


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Wolfgang Schäfer

Der gebürtige Frankfurter kam 1984 mit der Empfehlung von 21 Zweitligatoren für Union Solingen nach Krefeld. Die Dienste des Stürmers waren Uerdingen damals rund 500.000 Mark wert – eine Investition, die sich lohnen sollte. In seiner ersten Bundesliga-Saison wurde er mit 12 Toren auf Anhieb zu Uerdingens bestem Torjäger. Die „Schäfer-Stündchen“ im Frühjahr 1985 mit drei Treffern gegen Werder Bremen und einem Doppelpack gegen den 1. FC Köln machten ihn zum absoluten Kultspieler, der damals selbst in Badeschlappen in jeder Krefelder Diskothek ein gern gesehener Gast war. Seine größte Stunde schlug am 26. Mai 1985 im Berliner Olympiastadion, als ihm der 2:1-Siegtreffer im Pokalfinale gegen Bayern München glückte. Der Pokal war aber Schäfers Wettbewerb. Im DFB-Pokal machte er in sechs Spielen drei Tore und im Europacup glückten ihm in seinen fünf Einsätzen ebenfalls drei Treffer, darunter auch zwei Treffer beim legendären 7:3 über Dynamo Dresden. 


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Manfred Kubik

Ebenfalls erstmals dabei ist auch Manfred Kubik, der Mitte/Ende der 80er Jahre das Uerdinger Tor hütete und damals sogar im ersten Uerdinger Europacupheimspiel gegen den maltesischen Pokalsieger FC Żurrieq zwischen den Pfosten stand. Der gebürtige Krefelder kam mit siebzehn aus der Jugend des MSV Duisburg zu „Bayer 05“ und feierte bereits ein Jahr später, im September 1985, sein Bundesliga-Debüt. 1988 wurde Kubik etatmäßige „Nummer 1“ im Uerdinger Tor. Insgesamt hütete der ehemalige Jugendnationalspieler ganze 91-mal den Uerdinger Kasten, bis er schließlich im Sommer 1990 zum Zweitligisten SV Meppen wechselte.


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Erhan Albayrak

Mit Erhan Albayrak konnte eine Uerdinger Legende der jüngeren Vergangenheit gewonnen werden. Er bleibt eng mit dem Uerdinger Aufstieg 2011 in Wuppertal verbunden, als er den KFC als Kapitän in die NRW-Liga führte. Albayrak kam im Laufe der Winterpause der Spielzeit 09/10 zum KFC, nachdem er zuvor unter anderem bei Arminia Bielefeld in der 1. Bundesliga, sowie mit Werder Bremen und Gaziantepspor im Europapokal aufgelaufen war. Beim KFC traf der ehemalige Junioren-Nationalspieler, der im Jahre 2004 mit Fenerbahce Istanbul auch den Gewinn der türkischen Meisterschaft feiern durfte, in seinem ersten Halbjahr insgesamt 10-mal (in 17 Verbandsliga-Spielen). Mit 16 weiteren Toren in seiner zweiten Spielzeit in „Blau-Rot“, führte Albayrak seine Mitspieler zum ersten Uerdinger Aufstieg nach 17 Jahren, ehe er anschließend zu TuRU Düsseldorf wechselte.


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Ailton

Für großes Aufsehen sorgte die Bekanntgabe der Teilnahme von Ailton, der in Uerdingen sportlich gesehen zwar nicht zur Legende wurde, aber dessen Verpflichtung den KFC im Jahr 2010 nach langen Jahren wieder bundesweit zum Thema machte und damals für eine neue Euphorie rund um die Grotenburg sorgte. Durch seine gesamte Fußballerische Vita ist der „Kugelblitz“ aber nicht nur eine Bereicherung für den Budenzauber, sondern auch für das Team der Uerdinger Legenden. In Uerdingen machte Ailton in 13 Ligaeinsätzen insgesamt vier Tore. Im Sommer 2010 wechselte Ailton zum FC Oberneuland. Es folgten noch die Stationen Rio Branco Esporte Clube (Brasilien) und Hassia Bingen (Verbandsliga Rheinhessen), ehe er am 20. Dezember 2013 sein Karriereende bekanntgab. Am 6. September 2014 gab Ailton im Bremer Weserstadion sein Abschiedsspiel.


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Orhan Özkaya

Eine Bereicherung nicht nur auf sportlicher Ebene ist ganz sicher auch die Teilnahme von Orhan Özkaya. Er kam im Sommer des Jahres 2000 von den Amateuren des niederländischen Erstligisten Fortuna Sittard zum KFC. Obwohl der in Erkelenz geborene Mittelfeldspieler schon zu Beginn bei Trainer Jos Luhukay zum Stammpersonal des Teams zählte, hatte er seine beste Phase unter Claus-Dieter Wollitz, als Özkaya in nur zwei Jahren ganze 64 Ligaspiele (6 Tore) absolvierte und zu den absoluten Leistungsträgern der Mannschaft gehörte. In der Winterpause der Saison 2011/12 kehrte er noch einmal für sechs Monate nach Uerdingen zurück.


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Nikolas Weinhart

Die Teilnahme von KFC-Geschäftsführer Nikolas Weinhart sorgt für eine weitere Verjüngung der Uerdinger Legenden. Er hatte ganz wesentlichen Anteil daran, dass die Uerdinger Legenden im dritten Jahr des Budenzaubers endlich auch offiziell als Team des KFC Uerdingen 05 auflaufen werden. Bei den Gesprächen mit den Veranstaltern und Legenden-Manager Frank Kirchhoff entstand die Idee Nikolas Weinhart ins Team der Uerdinger Legenden aufzunehmen, auch wenn er für den Verein nie als Spieler aktiv war. Die KFC-Fans sind bereits gespannt, was Niko sportlich noch drauf hat.


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Oliver Grein

Oliver Grein spielte in der Saison 1990/91 für Uerdingen in der 1.Bundesliga. Zuvor spielte Grein in der Bezirksliga für SuS Krefeld und konnte dort mit 46 Toren in 30 Spielen auf sich aufmerksam machen. Sein Debüt für Uerdingen gab der gebürtige Krefelder allerdings zuvor im DFB-Pokal, als er beim Erstrunden-Match bei Alemannia Aachen für Horst Steffen in die Partie kam. Auch sein einziges Tor (in 13 Auftritten) für Uerdingen gelang Grein einst im Pokal, als er im Achtelfinale gegen Rot-Weiss Essen (4:2 n.V.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich für die Truppe von Trainer Timo Konietzka traf.


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Ansgar Brinkmann

Der „weiße Brasilianer“ spielte bereits in der Jugend für Uerdingen und holte 1987 mit den Blau-Roten die Deutsche A-Junioren-Meisterschaft. Der Sprung zum Profi blieb ihm in Uerdingen im Anschluss zunächst jedoch verwehrt, so dass er sich als 18-Jähriger dem Zweitligisten VFL Osnabrück anschloss. Es folgten zahlreiche weitere Stationen ehe ihm 1998 mit Eintracht Frankfurt der Sprung in die Bundesliga glückte und damit der endgültige Durchbruch zum Kultspieler.


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Marcel Witeczek

Der hochtalentierte Junioren-Nationalspieler wurde mit Uerdingen 1987 Deutscher A-Jugend-Meister. Zu dieser Zeit hatte er sich parallel bereits in der Bundesliga durchgesetzt, wo er bereits als 17-Jähriger sein Debüt feiern durfte. In seinem ersten Profi-Jahr bestritt er insgesamt 20 Bundesliga-Partien in „Blau-Rot“ und erzielte dabei drei Tore. Bis 1991 gehörte Witeczek zu den absoluten Leistungsträgern der Uerdinger. In 161 Pflichtspielen traf er alles in allem 27-mal. Erst im Anschluss an den Abstieg des Vereins aus der Bundesliga ging er dann für 1.900.000 D-Mark zum (von Karl-Heinz Feldkamp trainierten) amtierenden Meister aus Kaiserslautern. 1993 folgte sein Wechsel zum FC Bayern München, mit dem er zwei Meisterschaften und einen Europapokalsieg feiern durfte.


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Matthias Herget

Herget kam 1982 von Rot-Weiss Essen nach Uerdingen und schaffte mit den Blau-Roten direkt im ersten Jahr den Aufstieg in die Bundesliga. Als Neuling im Oberhaus sorgte das Uerdinger Team dann weiter für Furore - allen voran Matthias Herget selbst. Die überragenden Leistungen des damals 27-Jährigen sorgten dafür, dass er am 26. Oktober 1983 sein Debüt in der deutschen A-Nationalmannschaft geben durfte. Insgesamt bestritt der 39 Länderspiele und nahm mit der DFB-Elf an der WM 1986 und der EM 1988 teil. Mit Uerdingen wurde er 1985 DFB-Pokalsieger und in der Saison 85/86 Dritter in der Bundesliga. 1989 folgte sein Wechsel zum FC Schalke 04 in die 2. Bundesliga. Für die Knappen kam er nur noch auf 19 Einsätze ehe er seine Karriere 1990 verletzungsbedingt beenden musste.


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Marcus Wedau

Sein Debüt bei den Profis feierte Wedau bereits im Alter von 17, als man zum Saison-Auftakt 93/94 beim VfL Wolfsburg zu Gast war. Es dauerte jedoch weitere anderthalb Jahre bis Wedau zum festen Bestandteil der Funkel-Truppe wurde. Seine Heimspiel-Premiere in Blau-Rot bestritt der offensive Mittelfeldspieler somit erst im Februar 1995 gegen den Hamburger SV. Hier konnte der junge Wedau nicht nur mit einer starken Leistung, sondern auch direkt mit seinem ersten Treffer (beim späteren 4:1 Sieg) für Uerdingen glänzen. Im Anschluss an alles in allem 106 Partien für den Verein (9 Tore) holte Friedhelm Funkel den ehemaligen U-21 Nationalspieler im Sommer 1998 zum MSV Duisburg. Im Laufe der Spielzeit 2007/08 kehrte Wedau noch einmal an die Grotenburg zurück und hielt dem Verein auch nach dem Abstieg in die Verbandsliga für ein weiteres Jahr die Treue.


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Christian Dondera

Der technisch beschlagene ehemalige Junioren-Nationalspieler kam schon in der Jugend vom VfR Fischeln nach Uerdingen. Mit der A-Jugend Blau-Roten holte er 1987 die Deutsche Meisterschaft. 1988 schaffte er den Sprung in den Bundesliga-Kader der Uerdinger, konnte sich dort aber gegen die starke Konkurrenz nicht durchsetzen. Im Sommer 1990 wechselte er daraufhin zu Hamborn 07.


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Heinz Vossen

Vossen wechselte im Oktober 1998 vom FC Remscheid zum KFC Uerdingen und bestritt in der restlichen Saison 20 Zweitligaspiele für die Blau-Roten, in denen er drei Tore erzielen konnte. Nach dem Abstieg der Uerdinger aus der 2. Bundesliga wechselte Vossen über den Rhein zum damaligen Regionalligisten Fortuna Düsseldorf.


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Michael Dämgen

Dämgen, der im Sommer 1985 vom Zweitligisten SC Freiburg an den Löschenhofweg kam, schaffte unter Trainer Karl-Heinz Feldkamp auf Anhieb den Sprung zum Stammpersonal und absolvierte in seinen ersten beiden Jahren insgesamt 73 Partien (3 Tore), darunter alleine 11 Europapokal-Auftritte über die komplette Spielzeit. Auch beim legendären 7:3 über Dynamo Dresden stand er damals in der Uerdinger Elf.


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Werner Kempkens

Kempkens wechselte einst als C-Jugendlicher von Preußen Krefeld an den Löschenhof (und gewann hier später die Deutsche A-Junioren Meisterschaft), bevor er am 1.Spieltag der Saison 89/90, zu Hause gegen den FC Homburg, unter Trainer Horst Wohlers sein Bundesliga-Debüt für Uerdingen gab. Der gebürtige Krefelder, der insgesamt zwei Spielzeiten lang zum Profi-Kader von „Bayer 05“ gehörte, bestritt hier währenddessen alles in allem 29 Pflichtspiele, unter anderem beim 1:0 Auswärtssieg bei Bayer Leverkusen in der 2.Runde des DFB-Pokals im November 1990.


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Markus Bayertz

Bayertz kickte bereits in der Jugend für Uerdingen und holte hier im Juli 1987 als Kapitän die Deutsche B-Jugendmeisterschaft, ehe er (bei einem Heimspiel gegen den Karlsruher SC) im April 1991 schließlich sein Bundesliga-Debüt unter Trainer Konietzka gab. Im Anschluss an insgesamt 10 Profi-Einsätze in Blau-Rot verließ der gebürtige Willicher den Verein im Sommer.


Betreuer der Uerdinger Legenden

Beim diesjährigen Budenzauber werden die Uerdinger von unseren ehemaligen Spielern Frank Kirchhoff, Rudi Bommer, Wolfgang Funkel und Erdal Eraslan betreut.


Weitere Ex-Uerdinger beim Budenzauber

Zudem gibt es am Samstag ein Wiedersehen mit einigen weiteren ehemaligen Uerdinger Spielern und Trainern, die für andere teilnehmende Teams aktiv sein werden: Oliver Westerbeek (1. FC Köln), Jörg Jung, Valandi Anagnostou (beide Borussia Mönchengladbach), Michael Lusch (Borussia Dortmund), Ilia Gruev, Thomas Puschmann, Uwe Weidemann und Stefan Trienekens (alle MSV Duisburg).


Alles zum Kartenvorverkauf und zum Turnierablauf unter http://budenzauber-krefeld.de/

Veröffentlicht: 02.01.2017

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