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Historie

Der KFC Uerdingen ist ein Verein mit einer bewegten Geschichte, geprägt von zahlreichen Aufs und Abs im Laufe der Jahre. Der Club wurde 1905 als „FC Uerdingen 05“ gegründet, ab 1953 als „FC Bayer 05 Uerdingen“ weitergeführt und 1995 schließlich in „KFC Uerdingen 05“ umbenannt.

Im Laufe der 60er Jahre sorgten die Uerdinger Fußballer für immer größere Furore und schafften 1971 erstmals den Sprung in den Profifußball. Uerdingen war Gründungsmitglied der 1974 ins Leben gerufenen 2. Liga und stieg 1975 als erster Werksverein in die Bundesliga auf, einige Jahre früher als viele andere inzwischen namhaften Vereine in Deutschland. Insgesamt 14 Jahre im Fußballoberhaus sollten noch folgen. 1985 gewann der Club den DFB-Pokal und schaffte im Jahr darauf sogar den Sprung ins Europapokalhalbfinale. Auf dem Weg dorthin schrieb man mit dem 7:3-Sieg über Dynamo Dresden im „größten Spiel aller Zeiten“ (11Freunde) unvergessliche Fußballgeschichte.

Zahlreiche Fußballlegenden wie Matthias Herget, Stefan Kuntz, Brian Laudrup, Manfred Burgsmüller, Stéphane Chapuisat oder Ailton trugen einst das blau-rote Trikot.

Auch die Uerdinger Jugendabteilung brachte über die Jahre große Talente hervor, wie Oliver Bierhoff, Marcel Witeczek, Ansgar Brinkmann, Markus Feldhoff oder Simon Jentzsch und holte mit zwei Deutschen Meisterschaften und einem Pokalsieg insgesamt drei bundesweite Titel im Nachwuchsbereich.

Mit der altehrenwürdigen Grotenburg ist der Verein in einer echten Kultstätte beheimatet, die viele große Fußballschlachten miterlebt hat und noch immer mit ihrem ganz eigenen Charme zu faszinieren weiß.

Das Vereinslogo im Wandel der Zeit

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Erfolge

Unser Club blickt auf eine ruhmreiche Vergangenheit zurück und konnte in seiner 110-jährigen Historie auch zahlreiche Triumphe feiern. Hier eine Übersicht der größten sportlichen Erfolge der bisherigen Vereinsgeschichte.

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Offizielle Titel

  • DFB-Pokalsieger 1985
  • Sieger beim DFB-Hallen-Masters 1988
  • Meister der 2. Bundesliga 1992
  • Niederrhein-Pokalsieger 1982, 2001

Weitere Erfolge

  • Bundesligaaufstieg 1975, 1979, 1983, 1992, 1994
  • 14 Jahre in der 1. Bundesliga
  • 11 Jahre in der 2. Bundesliga
  • Platz 3 in der Bundesliga 1986
  • Halbfinalist im Europapokal der Pokalsieger 1986
  • Gruppensieger im Intertotocup 1988, 1990, 1991, 1992

Bundesweite Titel der Jugend

  • Deutscher Meister A-Jugend 1987
  • Deutscher Meister B-Jugend 1987
  • DFB-Junioren-Pokalsieger 1998 (A-Jugend)

Vereinsgeschichte

Gegründet wurde der Verein von zwölf jungen Männern am 17. November 1905 im Hotel Kellner an der Oberstraße in Uerdingen. Sie nannten ihren Verein FC Uerdingen 05 und bestimmten Joseph Fischer zum 1. Vorsitzenden. Kurz darauf schloss man sich dem Westdeutschen Fußball-Verband an und nahm am Spielbetrieb der C-Klasse teil.

1911

Im Jahr 1911 errang die Mannschaft die Meisterschaft und stieg in die B-Klasse auf. Zudem empfing man Etoil Paris zu einem internationalen Vergleich.

1913 gewann Uerdingen den „von-Rudolf-Pokal“, ausgerichtet von Düsseldorf 39. Gegner waren u.a. Vereine aus Duisburg und Oberhausen.

1914 unterbrach der 1. Weltkrieg die hoffnungsvolle Aufwärtsentwicklung des noch jungen Vereins. Nur gemeinsam mit dem FC Rhenania Krefeld war man damals in der Lage eine Mannschaft zu stellen. Nach Kriegsende musste sich der FC Uerdingen neu finden. 16 Jugendliche waren im Krieg gefallen und viele andere Aktive durch Verletzungen und Krankheiten nicht mehr in der Lage zu spielen. Aber es gelang in der Folge ein neues Team aufzubauen, dem 1919 sogar der Aufstieg in die A-Klasse gelingen sollte.

In der Saison 1920/21 wurde Uerdingen in der A-Klasse Meister und durfte fortan in der besten Fußball-Klasse, der „Liga“, spielen. Der Verein konnte zu dieser Zeit einen enormen Anstieg der Mitgliederzahlen verbuchen, nicht zuletzt weil der FC neben Fußball inzwischen auch viele weitere Sportarten anbot.

1924

1924 erschien die erste vereinseigene Clubzeitung „Rund um den Eulenturm“, benannt nach einer gleichnamigen Staffelveranstaltung.

Für die Fußballer gab es in der Folge immer wieder Rückschläge. Nach einer weiteren Umstrukturierung des Ligensystems 1928 war man nur noch in der 2. Bezirksklasse aktiv. Während in der Samt- und Seidenstadt Vereine wie Preußen oder Union Krefeld Erfolge verbuchten, fristete der FC Ue im 1929 eingemeindeten Uerdingen eher ein lokales Schattendasein.

1930 feierte der FC Uerdingen sein 25-jähriges Bestehen in der „Wilhelmshöhe“.

1935 erhielt der Verein die Aufforderung sein Vereinsgelände zu räumen, da das Terrain am Rhein für die Errichtung der Adolf-Hiltler-Brücke gebraucht wurde. Es folgten schwere Jahre für den FC Uerdingen, der durch den Verlust der Platzanlage sogar in seiner Existenz bedroht war. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939 wurden immer mehr Aktive einberufen. Dennoch stellte die 05er eine spielstarke Mannschaft, die in der Ostgruppe der 1. Kreisklasse Meister wurde und den „Preußenpokal“ holte.

1940 spielte man zusammen mit Borussia Mönchengladbach und Union Krefeld - den stärksten Teams der Region - erstmals in einer Liga.

Durch den anhaltenden Krieg wurde 1941 das Ligensystem erneut reformiert. Mangels Spieler fusionierte man vorübergehend mit dem VfB Uerdingen zur Kriegsspiel-Gemeinschaft (KSG) Uerdingen.

1955

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs musste sich auch der FC Uerdingen neu orientieren und aufbauen. So fusionierte der Verein 1953 mit den Werkssportgruppen der Bayer AG und hieß fortan „FC Bayer 05 Uerdingen“.

1956 konnte Uerdingen im Fußball wieder erste Erfolge feiern. Ein dritter Platz in der Bezirksklasse führte den FCB über die Aufstiegsspiele in die Landesliga.

Nach sieben Jahren in der Landesliga glückte 1963 endlich auch der Sprung in die Verbandsliga.

In der Saison 1966/67 stand Uerdingen kurz vor dem erneuten Aufstieg, wurde aber am Ende „nur“ Zweiter. Zudem erreichte man bei der Deutschen Amateur Meisterschaft das Halbfinale.

1971

1971 schafften die Uerdinger dann den lange ersehnten Sprung in die Regionalliga West und damit in den bezahlten Fußball.

In den folgenden drei Jahren belegten die Uerdinger einen siebten und zwei dritte Plätze. Das reichte um 1974 in die neu gegründete „2. Liga Nord“ aufgenommen zu werden, obwohl als Aufnahmekriterium das Abschneiden der letzten fünf Jahre zugrunde gelegt wurde.

Gleich im ersten Jahr in der 2. Liga wurde Uerdingen Zweiter und erreichte damit die Aufstiegsspiele gegen FK Pirmasens (Zweiter der 2. Liga Süd). Ein 4:4 und 6:0 machte im Juni 1975 den ersten Aufstieg in die Bundesliga perfekt.

1976

Nach nur einem Jahr im Fußballoberhaus folgte 1976 jedoch wieder der Abstieg in die 2. Liga.

1977 sorgte Uerdingen erstmals im DFB-Pokal für Furore. Nach Heimsiegen über die Bundesliga-Teams 1. FC Kaiserslautern (3:1), Werder Bremen (2:0) und Eintracht Frankfurt (6:3 n.V.) scheiterte man erst im Halbfinale sehr unglücklich an Hertha BSC (0:1).

1979 erreichte der FC Bayer als Vizemeister der 2. Liga Nord erneut die Aufstiegsspiele. Gegner war diesmal die SpVgg Bayreuth. In zwei sehr engen Spielen setzte sich Uerdingen hauchdünn mit 1:1 und 2:1 durch und kehrte damit ins Fußballoberhaus zurück.

Nach dem erfolgreichen Klassenerhalt 1980 folgte nach zwei Jahren in der Bundesliga 1981 der erneute Abstieg.

1983 holten die Uerdinger Amateure den Niederrheinpokal und qualifizierten sich damit neben den Profis ebenfalls für den DFB-Pokal, an dem Uerdingen erstmals mit zwei Teams teilnehmen durfte.

1983 erreichte Uerdingen durch einen dritten Platz in der inzwischen eingleisigen 2. Bundesliga die Relegationsspiele gegen den Tabellenfünfzehnten der Bundesliga, den FC Schalke 04. Ein 3:1 in der Grotenburg, sowie ein 1:1 auf Schalke bescherte den dritten Aufstieg in die Bundesliga.

1985

Es folgte die erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte mit acht Jahren Bundesligazugehörigkeit am Stück. Am 26. Mai 1985 holte Uerdingen mit einem 2:1-Erfolg gegen Bayern München sensationell den DFB-Pokal und qualifizierte sich damit auch erstmals für den Europapokal.

Am 17. September 1985 absolvierte Uerdingen auf Malta sein erstes Europapokalspiel. Gegner in der 1. Runde des Europacups der Pokalsieger war der FC Zurrieq. Der FC Bayer siegte im Ta' Qali National Stadion mit 3:0. Im Achtelfinale gelang es den türkischen Pokalsieger Galatasaray Istanbul auszuschalten. Am 19. März 1986 schrieb Uerdingen im Europapokalviertelfinale (nach einem 0:2 im Hinspiel und einem 1:3-Rückstand zur Pause) mit einem legendären 7:3-Erfolg über Dynamo Dresden Fußballgeschichte und erreichte das Halbfinale gegen Atletico Madrid.

1986

In der Rückrunde im Frühjahr 1986 holte Uerdingen sensationelle 13 Siege, 2 Unentschieden und 2 Niederlagen. Als Rückrunden-Meister der Bundesliga belegte man am Ende Platz 3 der Abschlusstabelle.

Im UEFA-Cup der Saison 1986/87 schaltete man Carl-Zeiss Jena und Widzew Lodz aus, ehe man im Achtelfinale gegen den FC Barcelona ausschied.

1987 wurde Uerdingen mit der A-Jugend und der B-Jugend Deutscher Meister. Ein Doppelerfolg der zuvor noch keinem Verein gelungen war.

1988 gewann Uerdingen das DFB-Masters, die erstmals ausgetragene offizielle DFB-Hallenmeisterschaft, in Frankfurt. Im Finale siegte man 5:3 gegen Eintracht Frankfurt.

1991 stieg Uerdingen nach acht Jahren Bundesliga in Folge überraschend als Vorletzter aus dem Fußballoberhaus ab.

Schon 1992 glückte der direkte Wiederaufstieg. Uerdingen wurde Meister in der 2. Bundesliga Nord. 1993 stieg Uerdingen erneut als Vorletzter aus der Bundesliga ab.

1994 folgte (als Vizemeister der 2. Bundesliga) die bis heute letzte Rückkehr ins Fußballoberhaus.

1995 zog sich die Bayer AG als Namens- und Geldgeber zurück. Alle Sportarten außer dem Fußball wurden aus dem Club ausgegliedert und der Verein in „Krefelder FC Uerdingen 05“ umbenannt.

1995

1996 folgte für den KFC der fünfte und bislang letzte Abstieg aus der Bundesliga.

Nach 28 Jahren im Profifußball stieg der KFC 1999 aus der 2. Bundesliga in die Regionalliga ab.

1999 wurde die A-Jugend mit einem Erfolg im Endspiel über Eintracht Frankfurt in Rüsselsheim DFB-Junioren-Pokalsieger.

2000 schaffte Uerdingen mit einem 4:1-Sieg in Idar-Oberstein hauchdünn die Qualifikation für die neu eingeführte zweigleisige Regionalliga.

2001 gewann Uerdingen mit einem 3:0 über Velbert den Niederrheinpokal und qualifizierte sich damit für den DFB-Pokal.

2001 sorgte Uerdingen im DFB-Pokal für Furore. Der KFC schaltete mit Cottbus und Bremen zwei Bundesligisten aus und scheiterte erst im Achtelfinale am 1. FC Köln im Elfmeterschießen.

Im Dezember 2002 stellte der Vorstand des KFC beim Amtsgericht Antrag auf Einleitung eines Insolvenzverfahrens, der drei Monate später dank des unermüdlichen Einsatzes vieler Fans und Sponsoren wieder zurückgezogen werden konnte.

Im Mai 2005 folgte der Zwangsabstieg aus der Regionalliga, da der Verein gegen diverse Lizenzauflagen verstoßen hatte.

Im November 2005 feierten die Mitglieder und Fans des KFC den 100. Geburtstag des Vereins.

Im Juli 2006 nahm das zuvor eingeleitete Insolvenzplanverfahren ein positives Ende. Es gelang sich mit den Gläubigern auf eine Quote zu einigen, wodurch der Verein vorerst komplett entschuldet werden konnte.

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Schon im Dezember 2007 musste der KFC jedoch erneut Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen. Die Fan-Initiative „Krefeld wählt!“ sorgte durch so genannte „Retterspiele“ gegen Rot-Weiß Oberhausen und den MSV Duisburg für dringend benötigte Einnahmen und machte bundesweit auf die finanziellen Probleme des Vereins aufmerksam. Der durch die Rettungsaktionen aufmerksam gewordene Geschäftsmann Agissilaos "Lakis" Kourkoudialos gab dem Verein daraufhin ein Darlehen in Höhe von 100.000 Euro, so dass der Club den Insolvenzantrag im Januar 2008 wieder zurücknehmen konnte.

Im Mai 2008 verpasste der KFC durch eine 0:4-Niederlage bei Fortuna Düsseldorf II die Qualifikation für die neu eingeführte NRW-Liga und stieg in die sechstklassige Niederrheinliga ab.

Im Dezember 2009 verpflichtete der KFC den ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönig Aílton Gonçalves da Silva und löste damit ein bundesweites, nicht für möglich gehaltenes Medienecho aus. Der Brasilianer konnte die sportlichen Erwartungen zwar nicht erfüllen, entfachte aber eine große neue Euphorie rund um die Grotenburg. Aber auch im zweiten Jahr in der Niederrheinliga blieb dem KFC der Aufstieg verwehrt.

2011

Im Mai 2011 glückte dem KFC nach 17 Jahren endlich wieder ein Aufstieg. In einem echten Herzschlagfinale gelang den Uerdingern in Wuppertal der entscheidende Sieg zum Aufstieg. Bei den anschließenden Feierlichkeiten in der Grotenburg wurde die Mannschaft von über 3.000 Fans empfangen.

Im Mai 2012 verspielte der KFC in der Relegation gegen den FC Kray den Aufstieg in die Regionalliga.

Im April 2013 wurde der KFC vorzeitig Meister in der Oberliga Niederrhein und stieg souverän in die Regionalliga West auf.

Nach dem glücklichen Klassenerhalt im Juni 2014 stieg der KFC trotz einer vielversprechenden Hinrunde nach einer katastrophalen Rückrunde im Mai 2015 aus der Regionalliga West ab.

KFC Uerdingen 05 - Die Chronik

Seit dem Sprung in den bezahlten Fußball im Jahr 1971 hat unser Club bereits über 1.700 nationale und internationale Pflichtspiele bestritten. Der Verein bietet mit „KFC Uerdingen 05 – Die Chronik“ einen eigenen Facebook-Blog, der sich regelmäßig mit der Historie des Clubs und seiner Spieler beschäftigt.

Was machen unsere ehemaligen Spieler heute? Wie war die Aufstellung beim höchsten Bundesligasieg in Hannover? In welchen Trikots ist das Team aufgestiegen? Welche skurrilen Fanartikel gab es in der Vergangenheit? Antworten darauf und vieles mehr findet man bei der fast täglichen Dosis Vereinsgeschichte auf unserem Facebook-Blog „KFC Uerdingen 05 – Die Chronik“ unter https://www.facebook.com/kfcchronik/

Aktuelle Spiele

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Tabelle

1. Logo KFC Uerdingen KFC Uerdingen 0
2. Logo TuS Erndtebrück TuS Erndtebrück 0
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